Eklat bei Bundespressekonferenz: Petry will der AfD-Fraktion nicht angehören

Christoph Damm
GettyImages 511698538 Frauke Petry

Am Sonntagabend noch die strahlenden Sieger, heute morgen bereits der nächste Eklat. AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry hat ohne Absprache mit ihrer Partei auf eine Mitgliedschaft in der Bundestags-Fraktion der AfD verzichtet. Das sagte sie am Morgen auf der Bundespressekonferenz.

Bereits am Morgen hat sie im ZDF-“Morgenmagazin“ Spitzenkandidat Alexander Gauland kritisiert: „Wir brauchen für dieses Land eine vernünftige konservative Politik“, so die Parteichefin. „Ich möchte, dass die Themen zukünftig dominieren, und nicht die abseitigen Äußerungen, die wir in der Vergangenheit gehört haben.“ Zu diesen abseitigen Äußerungen zählte sie auch markige Äußerungen von Spitzenkandidat Alexander Gauland unmittelbar nach der Wahl. Das gute Ergebnis ihrer Partei in Sachsen und ihr Bundestagsdirektmandat wertete Petry als Bestätigung für ihren Kurs gegen allzu radikale Töne.

„... dass ich der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag nicht angehören werde.“

Ähnlich wiederholte sie dieses Statement auf der Bundespressekonferenz. Sie wolle Realpolitik im guten Sinne einer konservativen Politik machen. Da war es eine Pflicht „für mich nach langer Überlegung zu entscheiden, dass ich der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag nicht angehören werde.“