Eisschnelllauf: Frauen-Team um Pechstein verliert Rennen um Platz fünf

Eisschnelllauf: Frauen-Team um Pechstein verliert Rennen um Platz fünf

Claudia Pechstein und die deutschen Eisschnellläuferinnen haben sich mit einer Enttäuschung aus dem Team-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang verabschiedet. Im Rennen um Platz fünf verlor Pechstein einen Tag vor ihrem 46. Geburtstag mit Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler in 3:04,67 Minuten das Duell mit China deutlich (3:00,04). Pechstein und Co. waren in den Platzierungsrennen am Montag nur Sechste (3:02,65) geworden und hatten das Halbfinale verpasst.
"Der Lauf war unrunder als der letzte. Es ist schade, dass wir das Rennen nicht für uns entschieden haben. Die Enttäuschung von Montag wiegt aber schwerer", sagte Hirschbichler. Die nach einem Infekt wiedergenesene Dufter ergänzte: "Wir haben uns der Herausforderung gestellt. Dass der Lauf nicht das Gelbe vom Ei war, ist klar."
Bereits unmittelbar nach dem Start klaffte zwischen Pechstein und ihren Teamkolleginnen eine große Lücke, die erst nach über einer Runde geschlossen wurde. An einen zu schnellen Angang glaubte Startläuferin Hirschbichler nicht. "Ich dachte, dass ich genau richtig bin vom Speed her. Aber das kann immer mal passieren", sagte sie.
Hinter den großen Erwartungen zurück blieben die Teams der Niederlande. Die Frauen um Ireen Wüst mussten sich im Finale in 2:55,48 Minuten Hauptkonkurrent Japan (2:53,89/olympischer Rekord) geschlagen geben. Bitter für Wüst: Die 1500-m-Olympiasiegerin wäre bei einem Erfolg zur erfolgreichsten Eisschnellläuferin der Geschichte aufgestiegen. Bronze ging an die USA (2:59,26) vor Kanada (2:59,72).
Noch schlechter lief es bei den Oranje-Stars um Sven Kramer, die das Halbfinale gegen Norwegen verloren hatten. Im Duell um Bronze siegte das TeamNL (3:38,40) gegen Neuseeland (3:43,54). Gold ging an Norwegen (3:37,32) vor Südkorea (3:38,52).
Für Pechstein war es nach den vorherigen Läufen über 3000 m und 5000 m der vorletzte Auftritt bei ihren siebten Winterspielen. Die fünfmalige Olympiasiegerin plant am Samstag noch den Start im erstmals bei Olympia ausgetragenen Massenstart. Dort ist sie trotz eines überraschenden Weltcupsieges in dieser Saison nur Außenseiterin.