Eiskunstlauf: Gefühlvoll gleiten Savchenko/Massot zum zweiten Titel

In ihrer meisterlichen Kür fehlte nur noch die Schlusspose, da hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot noch genug Kraft, die Zuschauer zu noch mehr Beifall zu animieren.

In ihrer meisterlichen Kür fehlte nur noch die Schlusspose, da hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot noch genug Kraft, die Zuschauer zu noch mehr Beifall zu animieren.

"Wir genießen diese Unterstützung der Fans", sagte die fünfmalige Weltmeisterin, ihr Partner hatte mit unmissverständlichen Armbewegungen den Applaus der Besucher unterstützt.

Der zweite nationale Titel für die Oberstdorfer Paarläufer war selbstverständlich, ein souveräner Auftritt war es nicht unbedingt. Denn noch immer kämpfen die Grand-Prix-Sieger mit dem vor einer Woche aus Japan mitgebrachten Jetlag, das Training der letzten Tage litt unter der permanenten Müdigkeit.

"Trotzdem war es eine gute Standortbestimmung für uns", sagte Trainer Alexander König. Mit 229,38 Punkten kamen seine Schützlinge an das Ergebnis von Nagoya naturgemäß nicht ganz heran. Die Würfe waren gut, die Pirouetten solide zentriert, bei den Parallelsprüngen war der eine oder andere Wackler nicht zu übersehen.

Punkte brachte aber auch wie gewohnt die ausgefeilte Choreographie zur Musik der Natur-Doku "Die Welt von oben". "Eistanz mit Sprüngen" - so hatte Choreograph und lebende Eistanz-Legende Christopher Dean, sein Werk mit den beiden Wahl-Allgäuern eingestuft.

Hinter Savchenko/Massot, die ihren zweiten nationalen Titel nach 2016 holten, gewannen Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegers das Berliner Duell um den zweiten Platz gegen Annika Hocke und Ruben Blommaert.

Bereits am Mittag hatte sich der Berliner Paul Fentz in der Herren-Konkurrenz den Sieg und damit auch das Olympia-Ticket gesichert. Mit der besten Kür baute der EM-Zehnte seinen Vorsprung aus dem Kurzprogramm sogar noch aus und ließ im direkten Duell dem Olympia-Achten Peter Liebers (ebenfalls Berlin) nicht den Hauch einer Chance.

Fentz konnte sich sogar zwei Stürze beim dreifachen Axel und beim vierfachen Toe-Loop leisten, ohne seinen klaren Erfolg zu gefährden. Denn Liebers war schlichtweg außer Form und somit weit von einer erfolgreichen Titelverteidigung entfernt.

"Ich wollte und durfte nicht taktisch laufen, daran habe ich mich gehalten", sagte der neue deutsche Meister, der im Februar im südkoreanischen Pyeongchang seine Olympiapremiere erleben wird. Rang drei ging in der Frankfurter Eissporthalle an den Oberstdorfer Catalin Dimitrescu.

Sieg und Olympiaticket für Nicole Schott

Mit einem klaren Sieg und einer ungefährdeten Olympia-Qualifikation für Nicole Schott endete die Damen-Konkurrenz bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften. Die 21 Jahre alte Essenerin setzte sich deutlich vor der Mannheimerin Nathalie Weinzierl und Lea Johanna Dastich aus Dresden durch.

Mehr bei SPOX: ISU bestätigt Austragungsorte für Europameisterschaften in Russland | Sieg für Paarläufer Savchenko/Massot | Grand-Prix-Finale: Chen siegt bei den Herren