Eishockey: Vienna Capitals starten souverän ins Play-Off

Titelverteidiger Vienna Capitals ist zum Play-off-Auftakt in der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) noch nicht wirklich gefordert gewesen. Die Wiener setzten sich am Freitag im ersten Spiel des "best of seven"-Viertelfinales gegen Innsbruck mit 4:1 durch. Einen 3:2-Overtime-Sieg feierte Salzburg gegen Dornbirn. Linz verlor nach Verlängerung 3:4 gegen Zagreb, der KAC unterlag Bozen 1:3.

Titelverteidiger Vienna Capitals ist zum Play-off-Auftakt in der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) noch nicht wirklich gefordert gewesen. Die Wiener setzten sich am Freitag im ersten Spiel des "best of seven"-Viertelfinales gegen Innsbruck mit 4:1 durch. Einen 3:2-Overtime-Sieg feierte Salzburg gegen Dornbirn. Linz verlor nach Verlängerung 3:4 gegen Zagreb, der KAC unterlag Bozen 1:3.

Die Wiener, die Innsbruck schon im Vorjahr im Viertelfinale 4:0 vom Eis geschossen hatten, gingen in der dritten Minute durch einen Powerplay-Treffer von Jerry Pollastrone in Führung. Auch danach hatte Rene Swette im Tor der Gäste allerhand zu tun - nicht zuletzt aus dem Grund, weil seine Vorderleute viele vermeidbare Strafen kassierten. Dass Verteidiger Jamie Fraser den zweiten Treffer ebenfalls in Überzahl nachlegte, war symptomatisch für das erste Drittel.

Doch nicht nur disziplinäre Vergehen waren es, mit denen sich die Tiroler das Leben schwer machten. Capitals-Kapitän Andreas Nödl überwand Swette mit einem Schuss, bei dem er an der Bande neben dem rechten Bullykreis stand. Angesichts des spitzen Winkels machte der Goalie eine unglückliche Figur, Swette wurde kurz darauf ausgewechselt. Im Mitteldrittel hatte der Favorit mehr Mühe. Nödl stellte dennoch aus zentraler Position in der Angriffszone auf 4:0 für die Caps, ehe auf beiden Seiten die Fäuste flogen.

Auch im Schlussdrittel hatten die Innsbrucker wenig entgegen zu setzen, kamen aber trotzdem zum 1:4-Ehrentreffer durch Sacha Guimond (45.). Eine Rauferei mündete in 10-Minuten-Disziplinar-Strafen für Rafael Rotter beziehungsweise Andrew Yogan und Jeremie Ouellet-Blain. 55 Strafminuten hatte Innsbruck am Ende stehen. "Wir waren einfach zu undiszipliniert", resümierte Innsbruck-Coach Rob Pallin.

Black Wings muss sich Zagreb geschlagen geben

Salzburg stand gegen Dornbirn zunächst sicher und präsentierte sich im Angriff effizient. Raphael Heuburger (6.) und Thomas Raffl (31./PP) schrieben für die "Roten Bullen" an, Martin Grabher Meier (49.) und Christopher D'Alvise (59.) schossen die Vorarlberger aber in die Verlängerung. Dort traf Herburger nach 23 Sekunden zum 1:0-Sieg für die Gastgeber in der Serie.

Die Black Wings waren dem Außenseiter Zagreb in der eigenen Halle zunächst überlegen und lagen durch Tore von Joel Broda (8.) und Brian Lebler (14.) schnell voran. Die Kroaten schlugen jedoch zurück und schafften zu Beginn des Schlussdrittels dank Tomas Kudelka (41.) den Ausgleich zum 3:3. Mehrmals fehlten den Linzern Zentimeter zum Siegtreffer, kurz vor Schluss etwa kratzte Mikko Lehtonen den Puck noch von der Linie. Der Finne wurde dann zum Matchwinner für Zagreb: Mit seinem zweiten Tor, einem Backhander, entschied er in der fünften Minute der Verlängerung die Partie.

Müder Auftakt für Rekordmeister KAC

Einen denkbar schlechten Play-off-Auftakt erwischte auch Rekordmeister KAC. Im Grunddurchgang hatten die Kärntner alle vier Spiele gegen Bozen gewonnen, ausgerechnet jetzt setzte es auf eigenem Eis mit 1:3 die erste Niederlage. Das Ergebnis war nicht unverdient, da der KAC oft zu umständlich agierte und die Scheibe generell selten auf das Tor brachte. Die Südtiroler überzeugten hingegen mit geradlinigem und schnellem Hockey, waren zudem zweikampfstärker und im Abschluss besser.

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