Eishockey-Routiniers freuen sich wie Kinder: "Tolles Gefühl"

Eishockey-Routiniers freuen sich wie Kinder: "Tolles Gefühl"

Auch am Morgen nach ihrer ersten olympischen Eröffnungsfeier waren die Eishockey-Routiniers Patrick Reimer und Felix Schütz noch immer begeistert. "Das Entzünden der Fackel war das absolute Highlight", sagte der 35-jährige Reimer, der zweitälteste Spieler der deutschen Mannschaft, nach dem Training am Samstagmorgen. 
"Ich kannte es nur aus dem Fernsehen. Dabei zu sitzen und zu sehen, wie die Flamme auflodert, war ein tolles Gefühl", sagte der Nürnberger: "In dem Moment weiß man, jetzt ist man wirklich bei Olympia." Der Torjäger ist wie fast alle seine Kollegen Olympia-Debütant.
"Es war ein einzigartiges Erlebnis", meinte auch der 30-jährige Schütz: "Daran werde ich mich lange Zeit erinnern. Meine Familie hat's sich vorm Fernseher angeschaut, die waren nervös, meine Mutter war wahrscheinlich nervöser als ich."
Die historische Dimension der Eröffnungsfeier war den Eishockeyspielern im Stadion allerdings entgangen. Den Handschlag zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und Kim Yo Jong, der Schwester des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un, hatten sie nicht gesehen. "Aber es ist natürlich schön, dass die Nationen aufeinander zugehen. Es ist ein sehr schönes Zeichen", sagte Reimer. 
Für den Nürnberger Stürmer ist das später Olympia-Debüt "immer noch ein bisschen surreal". Er empfinde eine "Riesenfreude", sagte er, "ich hab schon von einigen gehört, dass ich momentan wie ein kleines Kind bin. Es ist richtig schön, das noch erleben zu dürfen."