Eishockey-Profi Wojnow: In den USA verurteilt, bei Olympia auf dem Eis

Eishockey-Profi Wojnow: In den USA verurteilt, bei Olympia auf dem Eis

In der NHL gesperrt, in den USA verurteilt, aber bei Olympia auf dem Eis: Der russische Eishockey-Nationalspieler Slawa Wojnow sorgt in Pyeongchang für Irritationen. Der frühere Stanley-Cup-Sieger mit den Los Angeles Kings hatte 2014 seine Ehefrau krankenhausreif geschlagen, war daraufhin von der Liga aus dem Verkehr gezogen und von einem Richter wegen häuslicher Gewalt zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt worden.
Im Team der Olympischen Athleten aus Russland darf der 28-Jährige dennoch spielen. Er sei "in allen internationalen Wettbewerben spielberechtigt", teilte der russische Verband am Dienstag mit und fügte an: "Herr Wojnow und seine Frau leben in einer glücklichen Ehe."
Auch der Weltverband IIHF teilte mit, dass Wojnow nicht wegen Verstößen außerhalb des Eishockeys gesperrt werden könne. Würde er noch in der NHL spielen, hätte die IIHF allerdings die Sperre der Liga übernommen. Der Abwehrspieler, der seit 2015 in der russischen KHL für SKA St. Petersburg spielt, äußert sich in Pyeongchang selbst nicht.