Eishockey: Deutsches Team könnte von Olympia-Regel profitieren

In Schräglage: Das US-Team um Brian Gionta (r.) kassierte beim Deutschland Cup ohne seine NHL-Stars drei Niederlagen in drei Spielen

Augsburg.  Applaus brandete auf, minutenlang. Fünf Tore können sehr viel Begeisterung auslösen, sie können auch vieles vergessen machen. Freude und Zufriedenheit überwogen allenthalben nach dem 5:1 der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen die USA zum Abschluss des Deutschland Cups in Augsburg. Bundestrainer Marco Sturm lächelte: "Ich sehe wieder positiv auf die nächsten Maßnahmen."

In den Tagen zuvor wirkte Sturm, als wäre er eingeholt worden von der Realität. Zum ersten Mal, seit er diesen Job ausübt. Plötzlich lief alles nicht mehr so selbstverständlich. Das Turnier offenbarte Rückschläge – in einem ungünstigen Moment. Das Fazit immerhin fiel weniger drastisch aus, als es sich angedeutet hatte. "Wenn man jetzt das große Bild anschaut, haben wir einen soliden Deutschland Cup gespielt. Leider waren die Ergebnisse nicht immer so wie gewünscht", sagte Sturm. Mit dem Erfolg gegen die Amerikaner wurde ein Turnier ohne Sieg nach zuvor zwei Niederlagen gegen Russland (2:8) und die Slowakei (0:3) vermieden.

Dennoch konnte der Sieg die Defizite nicht kaschieren. Der deutschen Mannschaft mangelt es ohne ihre in der nordamerikanischen NHL aktiven Profis an Führung, keine gute Aussicht für die Olympischen Spiele in drei Monaten in Pyeongchang/Südkorea. Denn die NHL beschloss im Frühjahr, dass sie erstmals seit 1998 keine Pause für Olympia einlegt und folglich die besten Spieler der Welt dort nicht mehr auftauchen werden.

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