Eishockey: Die Eisbären befinden sich im kompromisslosen Umbruch

Blake Parlett (r.) im Trikot Kanadas beim Spengler Cup

Berlin.  Umbruch, das klingt nach großen Ereignissen, nach notwendigen Schritten. Rund um den EHC Eisbären war in den vergangenen Jahren oft über einen Umbruch gesprochen worden. Nötig wäre er nach reichlich unbefriedigenden Resultaten allemal gewesen, doch die den Klub auszeichnende Loyalität wurde bisweilen übertrieben. Dem Bedarf an Veränderungen kam der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht nach, einen echten Umbruch gab es lange nicht.

In diesem Sommer ist die Sachlage eine andere, kaum eine Woche vergeht ohne personelle Verkündungen. Dabei passieren sogar Dinge, die seit 15 Jahren nicht mehr in dieser Weise bei den Berlinern vorkamen. "Wir müssen etwas machen", sagt Geschäftsführer Peter John Lee. Mit Blake Parlett holte der EHC gerade den fünften Neuen, mit Laurin Braun verließ der achte Profi den Verein. Dabei wird es nicht bleiben.

Richers Blick von außen forciert den Wandel

Die sinkenden Zuschauerzahlen aufgrund anhaltend unzureichender Leistungen in der jüngsten Punkterunde haben der Klubführung die Dringlichkeit von tiefgreifenden Änderungen im Kader vor Augen geführt. Für die Umsetzung fügt es sich, dass mit dem neuen Sportdirektor Stephane Richer ein Mann von außen geholt wurde, der unbelastet von loyalitätsbehafteter Gefühlsduselei sein Arbeit machen kann. Das tut dem Klub gut. Der Umbruch fängt also nicht erst bei den Spielern an.

Richer ist emsig, hat mit Parlett einen Abwehrspieler geholt, "der ums eigene Tor aufräumen kann, aber auch offensiv gefährlich...

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