Eishockey: Ein echter Volltreffer für die Eisbären

Eine typische Handbewegung bitte: Sean Backman (M.) beim Jubeln

Berlin.  Ein Lächeln? Fehlanzeige. Nicht mal zu einer winzigen, ein wenig Freude verratenden Bewegung der Mundwinkel ließ sich Sean Backman hinreißen. Dafür verriet sein starrer Blick sehr deutlich, wir groß die Enttäuschung bei ihm war. Heimspiel verloren, trotz vieler Chancen: kein schöner Tag für den EHC Eisbären beim 2:3 gegen Iserlohn. Aber dennoch ein besonderer für Backman mit zwei Treffern und einem Rekord. "Ja, toll, aber wir haben nicht das Resultat, das wir wollten. Das interessiert mich mehr", sagt er.

Gut, das mit dem Klub-Rekord muss noch nicht die ganz große Begeisterung auslösen, der ist ja erst ein- und nicht aufgestellt. In sieben aufeinanderfolgenden Partien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) traf Backman inzwischen und zog so mit Steve Walker gleich, dem dieses Kunststück in der Saison 2007/08 gelang. "Solche Dinge sind natürlich auch schön, aber darum geht es für mich nicht in erster Linie", lässt sich der US-Amerikaner noch abringen.

Selbstbeweihräucherung ist einfach nicht sein Ding. Seine teamorientiertes Denken mochten sie schon immer bei den Los Angeles Kings. In der Organisation des NHL-Klubs spielt der 31-Jährige seit 2013, erst bei den Manchester Monarchs, dann bei Ontario Reign und seit Sommer eben in Berlin.

Mit 13 Toren DEL-Spitzenreiter

Ein Neuling, der so erstaunlich auftritt, hat Seltenheitswert. Walker markierte den Rekord in seiner achten Saison für die Eisbären. Backman benötigte 19 Spiele. Mit insgesamt 13 Toren ist er DEL-Spitzenreiter. Mit weite...

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