Eishockey: DEL startet nach Olympiapause: so läuft der 50. Spieltag

Nach der Olympia-Pause geht die deutsche Eishockey-Liga am Mittwochabend in den Endspurt (19.30 Uhr im LIVETICKER ). Viele der Silbermedaillen-Gewinner stehen drei Tage nach dem Finale schon wieder auf dem Eis.

Nach der Olympia-Pause geht die deutsche Eishockey-Liga am Mittwochabend in den Endspurt (19.30 Uhr im LIVETICKER). Viele der Silbermedaillen-Gewinner stehen drei Tage nach dem Finale schon wieder auf dem Eis.

Lediglich 48 Stunden nach ihrer Ankunft aus Asien kämpfen die Olympia-Helden am 50. Spieltag der DEL wieder gegeneinander um eine gute Position in der Tabelle.

An der Tabellenspitze steht in der Hauptstadt das Topspiel dieses Spieltags an. Obwohl sowohl Red Bull München als auch die Eisbären Berlin ihre Playoff-Plätze bereits sicher haben, dürfte es beim Duell zwischen dem Ersten und dem Dritten in der Tabelle sicherlich heiß hergehen.

EHC München verzichtet auf seine Olympia-Teilnehmer

Mit dem Münchner Trainer Don Jackson kommt der einstige Meistercoach der Berliner zurück an seine alte Wirkungsstelle. Auf seine Silberjungs will Jackson allerdings in Berlin wie auch im Spiel am Freitag in Bremerhaven verzichten. Dies könnte den Berlinern in die Karten spielen, da München mit sieben Profis die meisten deutschen Akteure für die Winterspiele stellte.

In die Bresche springen könnten dafür die Youngsters. "Wir haben viele gute Dinge von ihnen gesehen", sagte Jackson. Besonderer Anreiz könnte für die Bayern allerdings sein, dass sie mit nur einem Punkt auch rechnerisch den Hauprundensieg klarmachen können.

Der Spieltag im Überblick:

  • Augsburger Panther - Fischtown Pinguins
  • Nürnberg Ice Tigers - Düsseldorfer EG
  • Iserlohn Roosters - Kölner Haie
  • ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine
  • Schwenninger Wild Wings - Adler Mannheim
  • Eisbären Berlin - EHC Red Bull München
  • Grizzlys Wolfsburg - Straubing Tigers

Heißer Kampf um die Playoff Plätze

Ganz andere Sorgen als die schon qualifizierten Teams im Topspiel sowie die Zweitplatzierten Ice Tigers aus Nürnberg hat der Großteil der restlichen Mannschaften in der Liga. Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde könnte die Ausgangssituation nicht spannender sein: Zwischen Platz vier und zwölf steht der Showdown um die heißbegehrten Endrundenplätze an.

All diese Teams haben noch die Chance, die Playoffs direkt zu erreichen. Die sechs besten Mannschaften der Liga erreichen die Playoffs direkt, die vier Teams dahinter spielen in den Pre-Playoffs zwei weitere Teilnehmer aus.

Nachbarschaftskrimi zwischen Mannheim und Schwenningen

Die beste Ausgangslage in diesem Kampf haben die Grizzlys Wolfsburg. Nicht nur haben die Wolfsburger mit Rang vier die beste Platzierung der noch nicht für die Playoffs qualifizierten Teams - mit dem Schlusslicht Straubing Tigers hat das Team die vermeintlich einfachste Aufgabe zu meistern.

Deutlich angespannter ist die Situation beim Duell zwischen Mannheim und Schwenningen. Die Tabellennachbarn haben mit Platz 9 und 10 derzeit die beiden letzten Pre-Playoff-Spots und wollen diesen um jeden Preis verteidigen. Den Schwenningern könnte im Südwest-Derby möglicherweise in die Hände spielen, dass sie im Gegensatz zu den Mannheimern keinen Spieler für die deutsche Nationalmannschaft stellen mussten.

# Team Spiele S SV NV V Tore Punkte
1. EHC Red Bull München 49 29 6 4 10 173:120 103
2. Nürnberg Ice Tigers 49 23 10 5 11 141:115 94
3. Eisbären Berlin 49 26 4 6 13 154:126 92
4. Grizzlys Wolfsburg 49 19 5 7 18 149:137 74
5. Kölner Haie 49 20 5 4 20 146:137 74
6. ERC Ingolstadt 49 18 6 7 18 136:133 73
7. Fischtown Pinguins 49 20 4 4 21 138:147 72
8. Iserlohn Roosters 49 20 5 1 23 129:145 71
9. Adler Mannheim 49 19 5 3 22 141:145 70
10. Schwenninger Wild Wings 49 17 7 3 22 114:124 68
11. Düsseldorfer EG 49 16 4 9 20 123:143 65
12. Augsburger Panther 49 17 4 4 24 141:145 63
13. Krefeld Pinguine 49 11 6 10 22 135:162 55
14. Straubing Tigers 49 15 2 6 26 126:167 55


Düsseldorf und Augsburg noch im Rennen

Von dem Aufeinandertreffen der direkten Konkurrenten könnten vor allem der Elfte Düsseldorf und der Zwölfte Augsburg profitieren.

Die DEG muss beim Auswärtsspiel gegen die Thomas SABO Ice Tigers wohl all ihre Stärken aufs Eis bringen, um die ersehnten Punkte nach Hause zu bringen. Eine bessere Ausgangsposition haben hingegen die Augsburger Panther, sie treten zuhause gegen die siebtplatzierten Pinguins Bremerhaven an.

Vor allem der Heimvorteil könnte nach den Ereignissen in Südkorea möglicherweise eine noch größere Rolle für die DEL-Teams spielen.

Olympia-Boom soll sich auch auf die DEL übertragen

In insgesamt sieben Spielen kämpfte das Team von Marco Sturm bei den olympischen Spielen mit anderen Eishockey-Nationen und schrammte nur knapp an der Goldmedaille vorbei. Vom begeisternden Auftritt der deutschen Mannschaft erhofft sich nun auch die Liga einen Aufschwung.

"Wir wollen die Endphase der Hauptrunde und natürlich auch die Playoffs nutzen, um den aktuellen Boom auch in die DEL-Arenen zu tragen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Der Empfang in den Arenen dürfte entsprechend stürmisch ausfallen.

Diese Eishockey-Spieler nahmen für Deutschland an Olympia 2018 teil

Position Spieler Verein
Tor Danny aus den Birken EHC Red Bull München
Tor Dennis Endras Adler Mannheim
Tor Timo Pielmeier ERC Ingolstadt
Verteidigung Daryl Boyle EHC Red Bull München
Verteidigung Christian Ehrhoff Kölner Haie
Verteidigung Frank Hördler Eisbären Berlin
Verteidigung Björn Krupp Grizzlys Wolfsburg
Verteidigung Moritz Müller Kölner Haie
Verteidigung Jonas Müller Eisbären Berlin
Verteidigung Denis Reul Adler Mannheim
Verteidigung Yannic Seidenberg EHC Red Bull München
Sturm Yasin Ehliz Thomas Sabo Ice Tigers
Sturm Gerrit Fauser Grizzlys Wolfsburg
Sturm Marcel Goc Adler Mannheim
Sturm Patrick Hager EHC Red Bull München
Sturm Dominik Kahun EHC Red Bull München
Sturm Marcus Kink Adler Mannheim
Sturm Daniel Pietta Krefeld Pinguine
Sturm Brooks Macek EHC Red Bull München
Sturm Frank Mauer EHC Red Bull München
Sturm Marcel Noebels Eisbären Berlin
Sturm Leonhard Pföderl Thomas Sabo Ice Tigers
Sturm Matthias Plachta Adler Mannheim
Sturm Patrick Reimer Thomas Sabo Ice Tigers
Sturm Felix Schütz Kölner Haie
Sturm David Wolf Adler Mannheim

Der 50. Spieltag live und kostenfrei im Stream

Doch auch außerhalb des Stadions können Interessierte sich von der DEL begeistern lassen. Ausnahmsweise überträgt Telekom Sport alle Spiele des 50. Spieltags (ab 19:30 im ) kostenfrei.

Zudem zeigt der Free-TV Sender Sport1 die Begegnung zwischen den Augsburger Panther und den Fischtown Pinguins.

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