Eishockey-Chaos perfekt! Schlusslicht darf in Playoffs ran

SPORT1
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Eishockey-Chaos perfekt! Schlusslicht darf in Playoffs ran
Eishockey-Chaos perfekt! Schlusslicht darf in Playoffs ran

Das Playoff-Chaos in der Eishockey-Oberliga ist wert!

Die Corona-Pandemie sorgt in der drittklassigen Eishockey-Oberliga Nord dafür, dass sowohl der Krefelder EV als auch die EG Diez-Limburg und die Saale Bulls Halle nicht an den Playoffs zur Meisterschaft teilnehmen können.

Das teilte der deutsche Eishockey-Bund auf aufgrund der aktuell gültigen Quarantäneanordnung der örtlichen Gesundheitsämter mit.

Halle wäre als Hauptrunden-Dritter direkt für das Viertelfinale qualifiziert gewesen, Diez-Limburg als Neunter in den Pre-Playoffs dabei gewesen. Die für das Osterwochenende angesetzten letzten Hauptrunden-Spieltage der beiden Klubs wurden bereits abgesagt.

Playoff-Chaos in der Eishockey-Oberliga

Hoffnung gibt es bei den Tilburg Trappers sowie den Crocodiles Hamburg, da nach Verbandsangaben die Quarantäne in den nächsten Tagen endet. Es müssten anschließend aber noch die PCR-Eingangstests abgewartet werden, ob die Teams am Viertelfinale teilnehmen können.

Doch selbst mit den Teams wird es bereits chaotisch in den Playoffs. Denn die Nachrücker-Regelung besagt, dass die drei sich in Quarantäne befindlichen Mannschaften "gedanklich" nach dem letzten Spieltag am Ostermontag aus der Tabelle gestrichen werden.

Da sowieso nur 13 Teams mitspielen, bedeutet dies, dass alle verbleibenden Mannschaften dabei sind, um alle spielfähigen Teams auf den Plätzen eins bis zehn ermitteln zu können. Dadurch bekommen sogar die Hammer Eisbären als abgeschlagenes Schlusslicht der Hauptrunde noch eine Chance auf die Playoffs.

Den Westfalen gelangen in 46 Saisonspielen gerade einmal sechs Siege nach regulärer Spielzeit, hinzu kommen zwei Overtime-Siege. Dem stehen insgesamt 38 Niederlagen und ein Torverhältnis von 126:248 gegenüber, mit 24 Zählern haben die Eisbären satte 18 Punkte Rückstand auf den Vorletzten aus Krefeld.

Oberliga Süd mit ähnlichen Problemen

In der Oberliga Süd, wo die Playoffs bereits in vollem Gange sind, war eine ähnliche Nachrücker-Regelung bereits zur Anwendung gekommen.

Statt des Tabellensechsten Deggendorfer SC und der zehntplatzierten Blue Devils Weiden, die aufgrund von Coronafällen nicht an der Finalrunde teilnehmen konnten, qualifizierten sich der siebtplatzierte EC Peiting und letztlich auch die EV Lindau Islanders sowie die ECDC Memmingen Indians direkt für das Viertelfinale.

Die zunächst ausgetragenen Pre-Playoffs wurden dadurch letztlich sportlich bedeutungslos.