Eisenbahner-Streik: Chaos in Frankreich

Ein landesweiter Streik der Angestellten der Eisenbahngesellschaft SNCF hat in Frankreich für teils chaotische Zustände auf den Bahnhöfen gesorgt. Auf dem Gare de Lyon in Paris versuchte der Sicherheitsdienst Fahrgäste davon abzuhalten, die überfüllten Bahnsteige über die Gleise zu verlassen.

Eine Reisende berichtet: „Am Morgen war ich noch guter Dinge, aber dann... Sie hätten mal sehen sollen, was im Zug los war. Manchen Leuten wurde unwohl, Kinder und Frauen haben geweint. Nicht normal, so was.“

Die Arbeitsniederlegungen könnten Wochen dauern. Zwei Streiktagen sollen jeweils drei Tage Pause mit normalem Betrieb folgen. Bis zu 36 Streiktage sind geplant.

„Derzeit ist die Lage ruhig“, sagt Amar Chaabi, Leiter des Gare de Lyon. „Alles läuft wie vorgesehen. Ich erinnere die Menschen daran, ihre Reise - wenn möglich - zu verschieben, sollten sie keine Kurznachricht erhalten haben, dass ihr Zug fährt."

Die Eisenbahner wehren sich unter anderem gegen eine Öffnung des Schienennetzes für private Unternehmen. Gleichzeitig streikt auch die Belegschaft von Air France. Piloten und Flugbegleiter fordern mehr Gehalt.