Wieder ein Eisbärenbaby im Berliner Tierpark

Eisbärennachwuchs in Berlin: Im Tierpark hat Eisbärin Tonja erneut ein Baby zur Welt gebracht. Im März vergangenen Jahres hatte der plötzliche Tod des kleinen Eisbären Fritz den Tierpark und unzählige Fans geschockt

Nach dem plötzlichen Tod von Eisbärenbaby Fritz vor neun Monaten ist der Berliner Tierpark nun wieder hoffnungsfroh: Die Eisbärin Tonja brachte erneut ein Baby zur Welt. Wie der Zoo am Freitag mitteilte, entdeckte der zuständige Tierpfleger den Winzling am Donnerstag in der künstlichen Wurfhöhle, in die sich das Muttertier schon vor zwei Monaten zurückgezogen hatte.

Bärin und Baby sind für die Tierparkgäste derzeit noch nicht zu sehen. Wie auch in der Natur verlassen die Mütter mit ihren Jungtieren erst im Frühjahr die Wurfhöhle.

"Wir freuen uns sehr, doch wie auch im letzten Jahr heißt es jetzt erst einmal Daumendrücken", erklärte Direktor Andreas Knieriem. Bei Eisbären liegt die Jungtiersterblichkeit bei etwa 50 Prozent. "In den ersten zehn Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch", sagte Knieriem.

Bei der Durchsicht von Kameraaufzeichnungen aus der Wurfhöhle entdeckten die Pfleger, dass Tonja in der Nacht zunächst zwei Jungtiere zur Welt gebracht hatte. Das erste der beiden wurde tot geboren und war kurz darauf nicht mehr zu sehen.

Im März vergangenen Jahres hatte der plötzliche Tod des kleinen Eisbären Fritz den Tierpark und unzählige Fans geschockt. Der vier Monate alte Eisbärennachwuchs war an einer Leberentzündung unter Qualen gestorben. Fritz war am 3. November 2015 als erstes Eisbärenjunges seit 22 Jahren im Tierpark Friedrichsfelde geboren worden.