Einzigartige Begegnung: Taucher bekommt rosafarbenen Rochen vor die Kamera

Als Freitaucher und Naturfotograf Kristian Laine diesen Mantarochen durch seine Linse erblickte, dachte er zunächst, seine Kamera müsse kaputt sein. Doch dieses Exemplar ist tatsächlich leuchtend pink – und wahrscheinlich einzigartig auf der Welt.

Heute ist einer dieser Rosa-Rochen-Montage. Der einzige rosafarbene Mantarochen der Welt kann gelegentlich im flachen Wasser um die Lady-Elliot-Insel entdeckt werden. Nun ja, die Chancen stehen bei acht Mal in acht Jahren.

“Inspector Clouseau” haben Forscher den Rochen passenderweise getauft, nach der berühmten Figur aus “Pink Panther”. Es wird vermutet, dass es tatsächlich nur einen einzigen dieser rosafarbenen Rochen auf der Welt gibt. Sicher sein kann man nicht, denn auch Clouseau wurde “Live Science” zufolge trotz seiner leuchtenden Farbe seit seiner ersten Sichtung im Jahr 2015 erst acht Mal erspäht.

In bestimmten Gebieten können Taucher häufiger auf Rochen treffen - doch ein Naturfotograf hat am Great Barrier Reef eine erstaunliche Entdeckung gemacht (Symbolbild: Getty Images)

Umso verblüffter war Fotograf Kristian Laine, als er den seltenen Rochen am australischen Great Barrier Reef in der Nähe der Lady-Elliot-Insel entdeckte. “Ich habe ihn mittels des Bildsuchers meiner Kamera gesehen”, sagte er dem Online-Magazin “The Dodo”. “Erst, als ich mit dem Blitzlicht Fotos gemacht habe, ist mir die rosa Farbe aufgefallen. Ich hatte keine Ahnung, dass es überhaupt pinke Rochen gibt, also war ich erstmal verwirrt und dachte, mein Blitzlicht sei kaputt.”

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Woher kommt die pinke Farbe?

Dass selbst ein erfahrener Taucher nichts von einem derartigen Tier weiß, ist kein Wunder. Selbst Wissenschaftler des australischen Tierschutzprojekts Project Manta standen zunächst vor einem Rätsel, als sie Inspector Clouseau zum ersten Mal sahen. Zunächst vermuteten sie laut “National Geographic” eine Hautinfektion oder die Folge einer falschen Ernährung hinter der rosa Färbung des Rochens.

Die Untersuchung einer Hautprobe ergab, dass das Tier mit einer genetischen Mutation namens Erythrismus geboren wurde. Diese führt dazu, dass Tiere einen ungewöhnlich hohen Anteil an roten Pigmenten aufweisen.

Auch bei anderen Spezies kommt diese Mutation vor. In Südafrika wurde ein Leopard zu einer kleinen Berühmtheit, der statt schwarzem Fell eine rötlich-blonde Farbe aufweist. Auch neonpinke Grashüpfer werden gelegentlich gefunden.

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Obwohl Inspector Clouseau so selten Menschenkontakt hat, war er während seiner rund halbstündigen Begegnung mit Laine dem Fotografen zufolge sehr entspannt. Er weiß indes, was für ein enormes Glück er mit seiner Sichtung hatte. “Es war ein ganz besonderer Tag für mich.”

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