Trainer-Suche bei der Eintracht: Warum er passen würde

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Trainer-Suche bei der Eintracht: Warum er passen würde
Trainer-Suche bei der Eintracht: Warum er passen würde

Wenn in der Bundesliga Trainer gesucht werden, dann fällt in jüngster Zeit oftmals der Name Gerardo Seoane.

Der Schweizer hat YB Bern zum vierten Titelgewinn in Serie geführt, es ist eine Erfolgsgeschichte. Wie SPORT1 berichtet hat, wurde Seoane vor Wochen schon lose im Umfeld von Eintracht Frankfurt gehandelt. Inzwischen hat sich der Kontakt nach SPORT1-Informationen intensiviert, erste Gespräche mit den Verantwortlichen hat es bereits gegeben.

Seoane bei der Eintracht auf der Liste

Wie Sport Bild berichtet, sollen der kommende Sportvorstand Markus Krösche und Ben Manga, Direktor Profifußball, nach Bern gereist sein. Wie SPORT1 weiß, ist Manga bei der Suche nach einem neuen Trainer bereits vollumfänglich involviert. Offiziell ist der 47-Jährige zwar noch Chefscout, doch die Weichen für die Zukunft werden nicht mehr ohne ihn gestellt. Sein Wort hat Gewicht, sein Netzwerk ist bei der Fahndung nach einem Nachfolger für Adi Hütter, den es für 7,5 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach zieht, gefragt.

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Dass Seoane auf der Liste steht, ist kein Zufall. In einem Gespräch mit dem Schweizer Onlineportal Bluewin charakterisierte er im Sommer 2020 seine Spielidee: "Der perfekte Fußball muss für mich offensiv ausgerichtet sein. Es muss Tore geben und man muss Spektakel bieten." In drei Jahren unter dem 42-Jährigen erzielten die Young Boys in der Liga herausragende 244 Treffer. Auch Bayer Leverkusen, das ihn nach SPORT1-Informationen ebenfalls beobachtet, bekam die Klasse der Berner im Sechzehntelfinale der Europa League (3:4/0:2) zu spüren.

Das zeichnet Seoanes Spielidee aus

"Für mich ist nicht entscheidend, dass man meine Handschrift erkennt", erklärte Seoane: "In unserem Sport ist es das oberste Gebot, dass es eine Weiterentwicklung gibt, damit man auch erfolgreich sein kann." Es sind diese Parameter, die ihn auch für die Eintracht spannend werden lassen. Auch der Fakt, dass Bern in diesem Zeitraum Transferüberschüsse von über 20 Millionen Euro erzielt hat, kommt bei den Hessen gut an.

Da Seoanes Potenzial schon seit einigen Jahren sichtbar ist, wurde er auch im vergangenen Sommer unter anderem bei der Hertha gehandelt. Der Coach sagte damals aber noch bei SPORT1: "Die Bundesliga ist eine Topliga. Aber ich bin derzeit bei den Young Boys am richtigen Ort. Meine Aufgabe ist sehr spannend und noch nicht zu Ende.”

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Glasner konnte offenbar nicht voll überzeugen

Möglicherweise sieht er nach dem dritten Titelgewinn in Serie nun die Zeit für einen Wechsel nach Deutschland gekommen. Doch Seoane ist nicht der einzige Kandidat bei den Hessen. Es gab ein Treffen mi Raúl Gónzalez Blanco von Real Madrid Castilla, als Topfavorit auf den Posten galt lange Zeit Oliver Glasner. Doch nach SPORT1-Informationen hat der Österreicher in den ersten Gesprächen nicht voll überzeugen können.

Zudem kommt eine Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro. Diese läuft am 15. Mai ab. Da eine Zusammenarbeit mit dem VfL Wolfsburg unwahrscheinlich ist, kann die Summe anschließend frei verhandelt werden. Dies wäre auch bei Seoane, dessen Vertrag noch bis 2023 läuft, der Fall.