Eintracht-Präsident Fischer will keine AfD-Wähler im Verein

Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer will keine AfD-Wähler in seinem Verein wissen. Er sieht einen klaren Widerspruch in der Mitgliedschaft und Sympathie für die AfD.

Peter Fischer von Eintracht Frankfurt hat klare Worte gegen die AfD gefunden (Bild: Getty Images)

“Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt”, gibt Fischer in der FAZ ein klares Statement ab.

Die Eintracht, und das sei ihm wichtig, stehe für viele Werte, die in der AfD nicht geschätzt würden. Fischer ist allerdings bewusst, dass sich unter den Mitgliedern sicherlich AfD-Wähler befinden.

“Sport muss politisch sein”

Eine politische Neutralität, wie von anderen Sport-Organisationen vorgelebt, will Fischer bei der Eintracht nicht akzeptieren: “Der Sport muss auch ganz klar politisch sein und seine Stimme erheben gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen, wenn es angebracht und notwendig ist.”

Hintergrund sei die Vergangenheit. Fischer betont, dass die Eintracht und ihre Mitglieder in der NS-Zeit oftmals als “Juddebubbe” bezeichnet wurde. Er macht deutlich: “Wir sind als Gegner der Antisemiten bekannt.“

Multikulturelles Eintracht Frankfurt

Die AfD streitet eine antisemitische Ausrichtung der Partei ab. Kritiker sehen allerdings eine klare Tendenz. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland im August Rassismus vorgeworfen.

Klar ist vor allem, dass die Eintracht eine multikulturelle Truppe stellt. Unter Trainer Niko Kovac, selbst Kroate, spielen verschiedenste Nationen in der Profi-Mannschaft. Insgesamt waren bisher Profis aus 49 verschiedenen Ländern für Eintracht Frankfurt aktiv.