Das ist Frankfurts Plan auf dem Transfermarkt

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Das ist Frankfurts Plan auf dem Transfermarkt
Das ist Frankfurts Plan auf dem Transfermarkt

Selbst in dem Jahr, als die Eintracht für Luka Jovic und Sébastien Haller rund 100 Millionen Euro einnahm, wurde das Geld auf mehrere Spieler verteilt. Zehn Millionen Euro oder mehr hat keiner der damals verpflichteten Spieler gekostet, selbst die Rekord-Neuzugänge Dominik Kohr (8,5 Millionen Euro) und Djibril Sow (neun Millionen Euro) lagen unter dieser Marke.

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Stehen Profis wie Majer, Rashica und Muani auf der Eintracht-Liste?

Ändert sich ausgerechnet in der Coronakrise, in der sich die Umsätze in der Fußball-Welt halbiert haben, etwas an dieser Strategie? Die Frankfurter werden mit durchaus kostspieligen Akteuren in Verbindung gebracht.

Milot Rashica von Werder Bremen, Lovro Majer von Dinamo Zagreb und Randal Kolo Muani vom FC Nantes werden in diversen Medien gehandelt und als mögliche Verstärkung genannt.

Doch können die Hessen Profis im Bereich von zwölf bis 15 Millionen Euro tatsächlich finanzieren? Nach kicker-Informationen hat Markus Krösche vom Aufsichtsrat ein bestimmtes Budget genehmigt bekommen. Doch Transfers im zweistelligen Millionenbereich sind ohne Verkäufe wohl nicht möglich.

"Man darf nicht vergessen, dass wir aus der Pandemie kommen und ein Jahr ohne Zuschauer gespielt haben. Da sind solche Summen nur schwer zu stemmen", stellte Krösche im Gespräch mit SPORT1 klar. Der Sportvorstand betonte: "Grundsätzlich wollen wir nicht so viel verändern, einzelne Namen zu diskutieren macht wenig Sinn, da könnte man noch sieben bis acht Namen dazunehmen."

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Eintracht muss Stars nicht unter Wert verkaufen

Vieles wird davon abhängen, wann der erste Dominostein auf dem Transfermarkt fällt und welcher Spieler tatsächlich wechselt. Die Hessen wissen mit André Silva, Filip Kostic, Daichi Kamada oder Evan N'Dicka begehrtes Personal in den eigenen Reihen. (Bericht: Tut Jovic der Eintracht noch gut?)

Und die Frankfurter haben nach SPORT1-Informationen den großen Vorteil, dass es zwar wie bei Silva gewisse Agreements, aber keine Ausstiegsklauseln gibt.

Übersetzt lautet somit die Ansage an die Konkurrenz: Es wird teuer! Natürlich werden die Preise für Spieler nicht mehr so hoch sein wie vor dem Ausbruch der Pandemie. Doch die Eintracht muss nicht unter Wert verkaufen, die Leistungsträger sind mit langfristigen, bis mindestens 2023 laufenden Verträgen, ausgestattet. (Bericht: Bobic erklärt Abschied aus Frankfurt)

Es ist eine komfortable Situation für die Frankfurter, die sich mit dem aktuellen Kader, mitsamt den Neuzugängen Fabio Blanco, Ali Akman, Christopher Lenz und Leihrückkehrern wie Danny da Costa, Dejan Joveljic oder Rodrigo Zalazar, gut gerüstet sehen – auch für die Dreifachbelastung.

Krösche und die Suche nach mehr Geschwindigkeit

Und doch streckt Krösche die Fühler nach neuen Spielern weiter aus, neben dem Thema Geschwindigkeit spielt auch die Variabilität eine Rolle. Der 40-Jährige erklärte: "Ich bin nicht dogmatisch, es gibt für mich keine Dinge, die ich ausschließe. Du musst aber immer bewerten: Welche Qualitäten hast du im Kader? Welche Fähigkeiten musst du hinzufügen? Für mich geht es immer um Flexibilität im Kader." (Bericht: Frankfurt wirbt BVB-Scout ab)

Krösche sieht damit eine deutlich höhere Chance auf drei Punkte: "Ich bin überzeugt, wenn du unterschiedliche Fähigkeiten auf unterschiedlichen Positionen hast, dass du dann unberechenbarer wirst und somit die Wahrscheinlichkeit erhöhst, Spiele zu gewinnen."

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Er sagte bei SPORT1 weiter: "Wir wollen eine gute Mischung aus unterschiedlichen Fähigkeiten finden, der Trainer kann dann immer entscheiden, welche Anforderungen warten und kann die Herausforderung mit den vorhandenen Spielerfähigkeiten bewältigen." Der neue Trainer Oliver Glasner weiß also, was von ihm erwartet wird.

"Schauen uns das Geschehen auf dem Transfermarkt in Ruhe an"

Ob final tatsächlich ein Profi der Preisklasse Rashica oder Majer auftaucht? "Wir schauen uns das Geschehen auf dem Transfermarkt in Ruhe an, dann besprechen wir die Details", kündigte Krösche an. Der aktuell beinahe stillstehende Transfermarkt deutet allerdings nicht auf schnelle Bewegung hin.