Einschnitte geplant: Tausende Berliner in Siemens-Werken fürchten um Jobs

Konstruktion von Gasturbinen bei der Siemens AG in Berlin

Berlin.  Die Wut wächst unter den 11.500 Siemensianern in Berlin. Sollte der Vorstand um Siemens-Chef Joe Kaeser tatsächlich wie befürchtet in der kommenden Woche den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen und die Schließung von Werken verkünden, wird es auch am größten Siemens-Produktionsstandort Berlin Widerstand geben. Die IG Metall kündigte Aktionen an, um die nach den Worten des Berliner Gewerkschaftschefs Klaus Abel "skandalöse und unverantwortliche Unternehmenspolitik" zu stoppen.

"Das ist ein asoziales Verhalten des Siemens-Vorstandes", sagte Abel und meint damit auch die Kommunikationsstrategie. Auch bei der Pressekonferenz am Donnerstag wollte Kaeser die seit Wochen kursierenden Hinweise auf 4000 bedrohte Jobs in den Sparten Energietechnik und Antriebe mitsamt der Aufgabe von deutschen Standorten nicht bestätigen. Aber dementiert würden diese Aussagen auch nicht, rügt die Gewerkschaft. Für Berlin stehen eine vierstellige Zahl von gut bezahlten Industriearbeitsplätzen und die Existenz des mehr als 110 Jahre alten Dynamowerkes in Siemensstadt auf dem Spiel.

Klarheit soll es erst im Wirtschaftsausschuss des Aufsichtsrates am Donnerstag geben. Vorher äußert sich Siemens nicht über die konkreten Pläne. "Man lässt die Menschen im Schwebezustand, da hat sich Wut angestaut", sagte Predrag Savic, Betriebsratsvorsitzender des Dynamowerkes. Die Kollegen seien kampfbereit.

Siemens verabschiedet sich offenbar von dem seit zehn Jahren geltenden Vertrag, der Werksschließungen und Kündigungen auss...

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