Einsätze: Die Berliner Feuerwehr ist in Not

Während der Einsätze beim sogenannten Jahrhundertregen in Berlin wurde ein Löschfahrzeug der Feuerwehr in Charlottenburg in einen Unfall verwickelt (Archiv)

In der Wirtschaft sind steigende Umsätze häufig eine gute Botschaft. Denn damit steigen meist auch die Gewinne. Den Unternehmen geht es gut. Die Rekordzahlen bei der Berliner Feuerwehr bewirken aber das Gegenteil: Die Nachfrage ist zu groß. Die Retter sind in Not. Sie kommen in den roten Bereich.

Mehr als 450.000 Mal rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus. 20.000 mal mehr als im Vorjahr. Zwar steigt auch die Zahl der Brände. Aber vor allem der enorme Aufwand im Rettungsdienst macht den Feuerwehren zu schaffen. Fast 375.000 Mal wurden die Retter zu einem medizinischen Einsatz gerufen. Treffen sie in den Wohnungen ein, stellt sich aber häufig heraus, dass es sich nicht um einen medizinischen Notfall handelt. Oder wie es Feuerwehrchef Wilfried Gräfling am Freitag deutlich ausdrückte: "Manchmal helfen bei Fieber auch Wadenwickel."

Der Notruf wird häufig missbraucht. Viele Menschen wissen sich nicht zu helfen, so Gräfling. Statt einen Hausarzt aufzusuchen, würden sie den Notarzt alarmieren. Das hat zwei Gründe: Erstens sind die Hausarztpraxen oftmals völlig überfüllt. Da geht es schneller und ist es bequemer, den Notarzt zu rufen. Zweitens gibt es in der Großstadt auch das Phänomen, dass immer mehr Menschen keinen regulären Hausarzt mehr haben. Wenn sie krank sind, wählen sie die 112 oder gehen mit ihrer fiebrigen Grippe in die Rettungsstellen der Krankenhäuser. Diese sind seit Jahren überlastet.

In der freien Wirtschaft wird bei steigenden Umsatzzahlen und überlasteten Produkt...

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