Einreise in die USA verweigert: Kölner mit türkischen Wurzeln am Flughafen gestoppt

Seine Familie musst ohne ihn den Urlaub nach Florida fliegen.

Eigentlich wollte die Familie P. am Mittwoch um 14 Uhr mit Eurowings von Köln/Bonn Richtung USA abheben. Zwei Wochen Florida, Orlando, Disney-World. Doch am Flughafen wird dem Familienvater Abdullah P. (44) erklärt, er müsse auf Anweisung der US-Behörden in Deutschland bleiben, seine Frau und die drei Kinder müssten ohne ihn fliegen. Der Kölner geht davon aus, dass sein Name schuld am Ausreiseverbot ist, wie er dem „Express“ berichtet.

„Wir waren um 11 Uhr am Flughafen“, sagt Abdullah P. Als die Familie am Schalter einchecken will, kommt ein Eurowings-Mitarbeiter auf sie zu. „Er sagte mir, die Fluggesellschaft habe eine Mail von den US-Behörden bekommen, dass sie mich nicht in das Land fliegen dürften. Ich sei von der Passagierliste gestrichen worden. Bei weiteren Fragen solle ich mich an die US-Botschaft in Frankfurt wenden.“

Touristenvisum wurde zuerst bestätigt

P. ist gebürtiger Türke, hat aber seit 1992 einen deutschen Pass. Der Autohändler hatte rechtzeitig für alle Familienmitglieder online ein „Esta-Formular“ ausgefüllt, mit dem Touristen unkompliziert in die Vereinigten Staaten einreisen können. Per E-Mail bekam er dann auch eine Bestätigung, die als Dokument normalerweise ausreicht. Doch es kommt anders.

Ohne ihren Vater steigen die Kinder Can (19), Aylin (11) und Aliya (7) in die Maschine. Tränen fließen. Abdullah zeigt ein Foto von seiner Frau und den Kindern, die in Orlando vor dem Hotel stehen und traurig ein Foto des Vaters auf dem Handy zeigen. „Wollen am liebsten nach Hause“, schreibt Ehefrau Daniela per Whatsapp. Nun versucht Abdullah P. verzweifelt, ein Visum zu bekommen, um wenigstens noch ein paar Tage mit seiner Familie drüben zu verbringen.

Nur aufgrund arabischer Namen kann es zu Problemen kommen

Offiziell weiß P. bislang nicht, ob sein Name der Grund für die Einreise-Verweigerung ist. Aus Behördenkreisen heißt es aber, dass es bei Flugreisen in die USA tatsächlich allein aufgrund von arabisch klingenden Namen Probleme geben kann. Die Einreise-Politik des Präsidenten Donald Trump soll das Problem noch verschärft haben. Bislang sollen aber vor allem Geschäftsreisende betroffen gewesen sein.

Eine Eurowings-Pressesprecherin bestätigt den Vorfall, verweist aber für weitere Fragen an die US-Behörden. Auch könnten „aus Datenschutzgründen keine weiteren Informationen über den Passagier“ gegeben werden. Nicht gerade ein Trost für Familie P.: Mit dem gemeinsamen Urlaub wird es wohl nichts mehr werden. (red)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta