Einigung zwischen Uber und Waymo im Datenklau-Streit

Der Fahrdienstleister Uber und die Alphabet/Google-Tochter Waymo haben ihren Streit über den mutmaßlichen Diebstahl von Waymo-Technologie bei der Entwicklung selbstfahrender Autos beigelegt. Laut Insiderkreisen überlässt Uber dem Konkurrenten Aktien im Wert von etwa 244 Millionen Dollar

Der Fahrdienstleister Uber und die Alphabet/Google-Tochter Waymo haben ihren Streit über den mutmaßlichen Diebstahl von Waymo-Technologie bei der Entwicklung selbstfahrender Autos beigelegt. Dies teilten beide Unternehmen am Freitag mit, ohne Details ihrer außergerichtlichen Einigung zu nennen.

Nach Angaben aus Insiderkreisen willigte Uber ein, dem Konkurrenten 0,34 Prozent seiner Aktien zu überlassen. Dies entspricht einem Wert von etwa 244 Millionen Dollar (200 Millionen Euro). Waymo hatte ursprünglich eine Entschädigung von mehr als einer Milliarde Dollar verlangt. Uber verpflichtete sich demnach außerdem, keinerlei Waymo-Technologie für seine selbstfahrenden Autos zu benutzen.

Waymo hatte Uber vorgeworfen, über denn früheren Waymo-Ingenieur Anthony Levandowski in den Besitz von vertraulichen Firmendokumenten zur den selbstfahrenden Autos gelangt zu sein. Levandowski soll Ende 2015 kurz vor seinem Ausscheiden bei Waymo mehr als 14.000 Dokumente auf einen Laptop heruntergeladen haben. Er gründete dann sein eigenes Unternehmen, das auf das autonome Fahren von Lastwagen spezialisiert war. Die Firma wurde wenig später von Uber übernommen.

Waymo erklärte, durch die Vereinbarung werde das geistige Eigentum der Firma geschützt und dafür gesorgt, dass beide Unternehmen "ihre eigene Technologie entwickeln". Uber-Chef Dara Khosrowshahi bekräftigte seinerseits, dass sein Unternehmen weiterhin davon ausgehe, dass keine geheimen Waymo-Daten in seinen Besitz gelangt seien. Die Vereinbarung stelle aber sicher, dass die Uber-Projekte für selbstfahrende Autos nur die eigene "gute Arbeit" repräsentierten.