Einigung bei Booster-Impfung für alle — so kommt ihre jetzt an eure Auffrischung

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Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Ärzteverbände wollen mit einer einheitlichen Linie für mehr Auffrischungsimpfungen werben. Eine solche Impf-Verstärkung ("Booster") soll demnach allen Geimpften angeboten werden, die vor sechs Monaten ihre Impfserie abgeschlossen haben, wie es nach einer Videokonferenz Spahns mit mehreren Verbänden am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen hieß. Insbesondere sollten Ältere, medizinisches Personal und Menschen mit Immunschwäche "geboostert" werden.

Booster sind generell für alle möglich

So soll das Ganze ablaufen: Die Kampagne für Auffrischungsimpfungen solle so vereinheitlicht und angepasst werden, hieß es aus den Kreisen. Informationen zu "Boostern" sollen jetzt auch über die offizielle Corona-Warn-App ausgespielt werden. Vorgesehen sind demnach auch Hinweise, wenn man infrage kommt und eine Information dazu an die Praxisärzte.

Zuletzt hatte es Diskussionen gegeben, wie groß der Kreis für Impf-Verstärkungen sein soll. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt sie vorerst in engerem Rahmen unter anderem für Personen im Alter von 70 Jahren und aufwärts, worauf sich auch Ärztevertreter bezogen. Spahn setzt sich für "Booster" auf breiterer Front ein, die laut Impfverordnung generell für alle möglich sind.

Spahn wirbt für Impfbusse und mobile Teams

Die Bedingungen für Auffrischungen: Die Sechs-Monats-Frist erreicht momentan, wer bis Anfang Mai seine Zweitimpfung hatte. In Frage kämen schon mehr als zehn Millionen Menschen, einbezogen auch Geimpfte mit Johnson & Johnson sowie Menschen mit Immunschwäche. Geimpfte mit Johnson & Johnson sollen generell bereits vier Wochen nach Abschluss der Impfserie einen "Booster" bekommen. Bisher bekamen laut RKI bisher aber nur 2,36 Millionen Menschen eine Auffrischung.

Es müsse gelingen, "vor die Lage" zu kommen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsminister der Länder, Klaus Holetschek (CSU), aus Bayern. Niedersachsens Ressortchefin Daniela Behrens (SPD) kritisierte den Vorlauf von 14 Tagen für Impfstoff-Bestellungen der Praxen. Spahn müsse rasch "pragmatischere Vereinbarungen" mit dem Arzneigroßhandel treffen, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Spahn warb für zusätzliche öffentliche Angebote, was nicht wieder nur große Impfzentren sein müssten – aber Impfbusse oder mobile Teams.

eh/dpa

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