Einflussreicher Ökonom sagte Bitcoin 1999 vorher — und machte eine erstaunliche Prophezeiung für die Zukunft

Business Insider Deutschland
Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman

Milton Friedman war im 20. Jahrhundert einer der einflussreichsten Ökonomen, nicht zuletzt wegen seiner Arbeiten zur Geschichte und Theorie des Geldes, für die er 1976 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Ganz aktuell ist jedoch ein anderer Teil seiner Forschung: In einem Interview von 1999 erklärte Friedman überraschend genau, wie Bitcoin funktioniert — und das neun Jahre, bevor die Kryptowährung erfunden wurde.

Er nannte die Technologie damals „eine Methode, mit der man im Internet Geldmittel von A nach B übertragen kann, ohne dass Partei A Partei B kennt oder Partei B Partei A kennt.“ Doch Friedman sagte noch etwas anderes voraus: Eine digitale Währung wie Bitcoin würde den Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft schwächen. Jetzt, da Bitcoin seinen Wert immer wieder auf neue Rekordwerte steigert und somit relevanter wird, könnte auch das wahr werden.

„Das wird im Internet entwickelt“

Das von Friedman beschriebene Prinzip gibt es inzwischen wirklich. So funktioniert die Blockchain, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren. Die einzelnen Transaktionen werden zwar aufgezeichnet, auf Personen oder Unternehmen lassen sie sich jedoch nicht zurückführen. Jede Transaktion wird aufgezeichnet und gleichzeitig auf die Gültigkeit überprüft. Darüber hinaus ist die Blockchain nicht zentral irgendwo gelagert, sondern auf verschiedenen Computern und jederzeit öffentlich einzusehen.

Friedman sollte also Recht behalten, als er sagte: „Ich kann dir einen 20-Dollar-Schein geben, ohne, dass irgendwer den Transfer zurückverfolgen kann. Und du könntest das bekommen, ohne zu wissen, wer ich bin. Das wird im Internet entwickelt.“ Das ist wahr geworden — aktuell stehen Bitcoin im Kern einer großen Debatte um das Finanzsystem. Expertenmeinungen zum Nutzen der Kryptowährung gehen stark auseinander. 

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