Eine Million pro Kopf: Falls einer der Fantastischen Vier stirbt

Eine Million pro Kopf: Falls einer der Fantastischen Vier stirbt

Die Fantastischen Vier haben für den Todesfall vorgesorgt, wie Hip-Hopper Smudo im Interview mit der "Zeit" verrät: "Wir haben am Anfang unserer Karriere eine Versicherung abgeschlossen: Wenn einer von uns stirbt und wir als Band nicht mehr machen können, würden die anderen jeweils eine Million Mark bekommen." Das wären heute jeweils 511.000 Euro.

In der rund 30-jährigen Bandgeschichte ist jener Worst Case zum Glück noch nicht eingetreten, wenngleich es einen Moment gab, in dem Michael Bernd Schmidt (alias Smudo) ernsthafte Sorgen hatte. Im Dezember 2004 überlebte Bandkollege Thomas D nur knapp den Tsunami in Thailand. "Die Zeit, in der wir nicht wussten, was mit ihm ist, war fürchterlich", erinnert sich Smudo.

Ihm ging dauernd durch den Kopf: "Was, wenn er nicht mehr ist? Was wäre mit der Band?" Es sei absurd gewesen: "Der Gedanke, die Band nicht mehr zu haben, hat mich erleichtert, das wäre ein bisschen wie frei sein. Dem gegenüber stand der schmerzhafte Gedanke, dass ich es nicht akzeptabel fände, wenn Thomas tot wäre." Als der Musiker endlich telefonisch erreichbar war, musste Smudo vor Erleichterung "flennen".

Heute geht der Rapper auf die 50 zu, bringt mit den Fantastischen Vier Ende April 2018 das zehnte Album ("Captain Fantastic") auf den Markt und hat finanziell ausgesorgt. Zumindest gönnt er sich zum Frühstück gerne etwas Luxus, und zwar in Form von Clifford Bay Meersalzflocken aus der Neuseeländischen See. Kilopreis: 75 Euro. "Wenn du das einmal auf dein Frühstücksei gemacht hast, willst du nichts anderes mehr. Das ist das Heroin des Salzes, mild, schön fruchtig, unfassbar", erzählt Smudo.