Eigenwillige 360-Grad Kamera-Offensive von Acer

Sascha Koesch
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Die beiden neuen 360-Grad Kameras von Acer haben eine etwas eigenwillige Position im Markt der 360-Kameras. Mit der Holo360 ist man mit Touchscreen und dem Format schon fast an einem Smartphone, aber natürlich ist es keins, obwohl es LTE hat und einen Snapdragon 625 und Android (7.1) natürlich. Die Videos können bis 4K gehen, die Bilder bis zu 6.9K, was sich auf dem 3-Zoll Bildschirm natürlich eher merkwürdig ansieht. Aber dafür ist es eben auch nicht da. Sondern für - notfalls - eine VR-Brille.

Eine ganz andere Position nimmt die Vision360 ein. 4K auch wieder, aber gedacht für das Auto. Bei einem Bumper geht sie auch automatisch an und checkt auch das GPS. Und natürlich kann man es als Action-Cam für das eigene Carpool Karaoke nutzen. Auch hier kann man automatische Uploads aktivieren (Cloud) und natürlich, wenn man Abends im Bett liegt, lässt sich auch noch mal eben nachsehen, ob niemand im Auto rumhängt, der da nicht hingehört.



Die Holo360 soll im vierten Quartal für 349 Euro kommen. Bei der Vision360 sind wir uns über Preis und Verfügbarkeit noch nicht so im Klaren.

Zugegeben, irgendwie wirken die beiden Kameras etwas nach Gimmick, weil sie so spezielle Einsatz-Szenarien haben. Aber wer genau nach eben diesem Szenario sucht, der dürfte sich damit glücklich fühlen. Leider haben wir an keiner der Kameras Audio-Eingänge gesehen. Was ein professionelleres Szenario nicht unbedingt erleichtert. Wie erfolgreich Acer auf diesem Markt sein kann, dürfte ganz und gar davon abhängen, wohin sich der 360-Markt in Zukunft bewegt. Momentan sieht es nach "in App erweiterte surround Videos schießen" aus, oder eben AR-Albernheiten genießen. Dafür sind sie über- bzw. fehlproportioniert.