Eigentor leitet 0:5-Klatsche ein - Schalke kaum noch vor Abstieg zu retten

SID
·Lesedauer: 2 Min.
Eigentor leitet 0:5-Klatsche ein - Schalke kaum noch vor Abstieg zu retten
Eigentor leitet 0:5-Klatsche ein - Schalke kaum noch vor Abstieg zu retten

Eigentor Nummer vier und das elfte sieglose Spiel in Serie: Nach einer krachenden 0:5 (0:1)-Pleite beim VfL Wolfsburg taumelt Schalke 04 weiter der Zweitklassigkeit entgegen. Nach einer soliden ersten Halbzeit brachen die Gäste im zweiten Durchgang dramatisch ein und sind in dieser Verfassung nicht mehr vor dem Abstieg zu retten.

Bezeichnenderweise leitete ein Eigentor von Shkodran Mustafi die deutliche Niederlage ein. Der Abwehrchef der Gelsenkirchener fälschte in der 31. Minute einen Schussversuch von Admir Mehmedi per Kopf unhaltbar ins eigene Tor ab.

Der bis dahin eher unauffällige Wout Weghorst baute den zu diesem Zeitpunkt noch etwas schmeichelhaften Vorsprung der Platzherren aus. Der Niederländer war in der 51. Minute aus zehn Metern erfolgreich, es war sein 16. Saisontreffer. Gehen die nun demoralisierten Schalker trafen in der Folgezeit auch Ridle Baku (58.), Josip Brekalo (64.) und Maximilian Philipp (79.). Mustafi leistete sich vor dem 0:3 einen Ballverlust am eigenen Strafraum.

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner schenkte in der Innenverteidigung den beiden Corona-Sündern John Anthony Brooks und Marin Pongracic sein Vertrauen. Die beiden Defensivspieler waren am Freitag zu einer Geldstrafe in fünfstelliger Höhe und sozialer Arbeit verdonnert worden, weil sie an einer Privatparty ohne Mundschutz und ohne den gebotenen Mindestabstand teilgenommen hatten.

Zumindest in der ersten Halbzeit war das Duo aber kaum gefordert. Die Gäste erwiesen sich zwar als bissige Zweikämpfer, waren aber offensiv mehr als harmlos. Coach Dimitrios Grammozis schlug in der leeren Volkswagen-Arena mehrfach entsetzt die Hände vors Gesicht.

Aber auch der Tabellendritte fand nach zwei Pflichtspielniederlagen in Serie nur schwer in die Partie. Grundsätzlich technisch überlegen verdarben sich die Norddeutschen ihre Aktionen durch ein schlampiges Passspiel. So konnte sich die Schalker Defensive zumindest bis zum Seitenwechsel immer wieder rechtzeitig positionieren und Konterattacken beginnen.

Und zunächst gelang es ihr auch, Weghorst gut abzuschirmen. Der Niederländer rannte sich immer wieder fest und und kam vor dem Seitenwechsel zu keiner klaren Einschussmöglichkeit. Was sich nach Wiederbeginn nicht zur beim VfL-Torjäger änderte.

Um ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen, trat der Champions-League-Aspirant in Trikots mit einem regenbogenfarbenen Logo von Hauptsponsor VW an. Die VfL-Fußballerinnen werden sich am Sonntag bei ihrem Bundesliga-Auftritt dieser Aktion anschließen.