Eigene Fans beleidigt: Podolski verurteilt brisantes Köln-Video

Reinhard Franke
·Lesedauer: 2 Min.

Kurz vor dem Anpfiff des Rheinderbys bei Borussia Mönchengladbach hat ein Video aus dem Mannschaftsbus des 1. FC Köln für Wirbel gesorgt.

Auf der Aufnahme, die sich via Social Media schnell verbreitete, ist zu hören, wie ein Insasse des Busses die Fans, die den FC mit Leuchtfackeln und Pyrotechnik bei der Abreise am Geißbockheim verabschieden, als "Spacken" bezeichnet (Tabelle der Bundesliga). Die Fans des FC reagierten mit scharfer Kritik und Unverständnis.

Drexler entschuldigt sich

Im Mittelpunkt der Affäre steht Köln-Profi Dominick Drexler, der die brisanten Sätze sagte. Die Szene wurde von einem Mitspieler gefilmt. Die Kölner Geschäftsführung erlangte Kenntnis von dem Video und reagierte mit einer Stellungnahme, in der sich Drexler und weitere Profis zu Wort meldeten. Weitere Konsequenzen wird es für Drexler nach SPORT1-Informationen aber nicht geben.

Öffentliche Kritik gab es allerdings auch von Lukas Podolski. Der ehemalige Köln-Spieler, der von den FC-Fans wie kaum ein zweiter verehrt wird, meldete sich bei Twitter zu Wort. Dabei ging Podolski mit Drexler hart ins Gericht: "Unfassbar. Wer seine eigenen Fans Spacken nennt, der hat dieses Trikot nicht verdient."

Drexler reagierte in der Stellungnahme des Vereins so: "Ich bin mit dem FC aufgewachsen und Fan, seit ich denken kann und habe früher selbst in der Kurve gestanden. Dass meine Aussagen einen großen Teil unserer Fans verletzt haben und sie es als beleidigend empfunden haben, kann ich deshalb absolut verstehen. Dafür möchte ich mich bei unseren Fans, insbesondere bei denen die gestern dabei waren, aufrichtig und von Herzen entschuldigen."

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Nach SPORT1-Informationen befindet sich Köln-Keeper Timo Horn bereits mit dem Fans im direkten Austausch.

Kölns Team: "Fehler passieren"

Die Mannschaft wurde mit folgenden Worten zitiert: "Uns allen ist die Bedeutung des Derbys bewusst – und der Support bei der Abfahrt hat uns alle sehr gefreut. Das belegt die Tatsache, dass viele von uns Videos gemacht haben, die wir an Familie und Freunde verschickt haben."

Drexlers Statement, "das unbemerkt mit verschickt wurde, war falsch. Und wir alle können nachvollziehen, dass das unsere Fans verärgert hat. Aber Fehler passieren – uns allen, auf dem Platz und neben dem Platz".

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Mit Sport-Informations-Dienst

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