Ehrenfelder Bühne der Kulturen: Henriette Reker will im Theaterstreit vermitteln

Zum 1. August soll der Theaterbetrieb eingestellt werden.

Obwohl der Vermieter einen neuen Räumungstitel erwirkte, haben sich die Wogen im Streit um die Bühne der Kulturen in Ehrenfeld ein wenig geglättet. Nachdem sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker eingeschaltet hat, will der Vermieter – der Verein Kölner Eltern- und Kinderselbsthilfe (Keks) – vorerst nicht räumen lassen. Der Vereinsvorsitzende Jörn Johansen sagte, man wolle zunächst das Gespräch bei Reker abwarten.

Die Keks hatte bereits einen Räumungstermin durchgesetzt. Er platzte, weil sich das Gericht bei der Adresse verschrieben hatte. Der Fehler ist zwischenzeitlich korrigiert. Der Vermieter streitet seit Monaten mit den Theatermachern um angeblich nicht eingehaltene Zusagen und ausstehende Zahlungen. Das Verhältnis gilt als zerrüttet. Trotzdem war die harte Linie des Vereins, der die Interessen von Elterninitiativen vertritt, auf Unverständnis bei Kölns Kulturpolitikern gestoßen. Genau wie Bezirksbürgermeister Josef Wirges forderten sie den Verein auf, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen. Das Theater müsse unbedingt erhalten bleiben. Dieser Position hat sich die Oberbürgermeisterin angeschlossen.

Theaterbetrieb läuft weiter

Der Betrieb des Theaters läuft derweil bis zum Spielzeitende am 15. Juli weiter. Auch der künstlerische Leiter, Feramuz Sancar, hat entgegen erster Ankündigungen noch nicht das Handtuch geworfen. Im Gegenteil: Sein Ziel sei nicht nur, die nächste Spielzeit vorzubereiten. Er wolle ein „richtiges Theater“ aufbauen. Dafür suche er nach einem neuen Standort. Das Haus in der Ehrenfelder Platenstraße sei eine tolle Spielstätte, die auch erhalten werden müsse. Es würden aber Räume für Werkstätten, Schauspieler und den Fundus fehlen.

Ein friedlicher Auszug der Bühne der Kulturen sei sicher die beste Lösung, meinte Johansen. Es sei auch im Interesse des Keks, die Spielstätte zu erhalten. Es gebe bereits einige Anfragen von anderen Theatermachern, die Räume zu nutzen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta