Ehrenfeld: Kölner feiern letzte Party-Nacht im Underground vor dem Abriss

Nach der letzten Party am Freitag rollen bald die Bagger.

Im Konzertraum des Underground bewegt sich das Publikum gemütlich zu Dub Spencer und Trance Hill. Mit jedem Lied wird es wärmer und voller, zeitgleich steigt im Hof der Geräuschpegel. Lautes Lachen, klirrende Flaschen unter bunten Lichterketten. Hier und da blitzen Kameras auf. Es ist 22 Uhr. An dem blauen Tor wartet eine dicke Traube von Menschen. Nach dem Konzert ist Virus-Party, wie jeden Freitag im Underground. Heute die letzte.

Gästen merkt man Trauerstimmung kaum an

Betreiber Micky Pick sagt, er gehe wehmütig und traurig in diesen Abend. Fast dreißig Jahre gibt es das Underground auf der Vogelsanger Straße, nach heute ist Schluss. "Aber ich bin auch total berührt von all den netten Gesten, die wir die letzten Monate erfahren haben". Unterstützer haben Petitionen gegen den Abriss gestartet, etliche Bands haben dem Underground ihre Solidarität und Unterstützung ausgesprochen. Weg muss es trotzdem.

Von Trauerstimmung merkt man unter den Gästen jedoch wenig. "Das täuscht", sagt eine Kellnerin. Sie ist sich sicher, dass heute noch Tränen fließen. Das glauben auch Nina und Jona. Seit fünf Jahren kommen sie her, Freitag und Samstag. Wenn das Underground weg ist "dann ist auch ein Riesenteil von meiner Jugend weg". Ob sie wiederkommen, wenn das Underground woanders aufmacht? Nina und Jona zweifeln. "Vielleicht ist es jetzt einfach vorbei."...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta