"Schon ein bisschen getroffen“: Tennis-Talent über Hass-Nachrichten

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"Schon ein bisschen getroffen“: Tennis-Talent über Hass-Nachrichten
"Schon ein bisschen getroffen“: Tennis-Talent über Hass-Nachrichten

Angelique Kerber und Andrea Petkovic befinden sich aktuell wieder in guter Form.

Dennoch braucht das deutsche Damentennis in absehbarer Zeit junge Talente, die die Lücke ausfüllen, bevor die erfahrenen deutschen Spielerinnen ihre Karriere beenden.

Eine davon könnte die erst 18-jährige Nastasja Schunk sein, die in diesem Jahr sogar das Wimbledon-Finale bei den Juniorinnen erreichte.

Mit SPORT1 sprach Schunk unter anderem über ihre Wimbledon-Erfahrungen und Begegnungen mit Stars wie Roger Federer, Hass-Nachrichten auf Social Media sowie den Billie Jean King Cup, bei dem sie neben Kerber und Petkovic für Deutschland an den Start gehen wird.

Schunk über Bencic-Duell: „War sehr nervös“

Hier ein Ausschnitt daraus - das komplette Gespräch über viele weitere Themen gibt es in der jüngsten Folge des Tennis-Podcasts „Cross Court“ auf podcast.sport1.de und auf allen gängigen Plattformen zu hören, auch Alexander Zverev, Novak Djokovic und Emma Raducanu sind dort Thema.

SPORT1: Beim Porsche Grand Prix in Stuttgart verloren Sie gegen Belinda Bencic zwar mit 4:6, 2:6, waren im 1. Satz aber auf Augenhöhe. Was sind ihre Erinnerungen an das Match und auch Erkenntnisse daraus?

Nastasja Schunk: Das war das erste Match überhaupt, was ich auf so einem großen Platz gespielt habe – und dann noch gegen so eine gute Gegnerin. Man hat es mir nicht angesehen, aber ich war so nervös. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als ich das erste Spiel gemacht habe. Es war echt richtig cool, auch wenn leider keine Zuschauer da waren. Aber das ganze Turnier war so eine Mega-Erfahrung.

SPORT1: Ein Jahreshighlight war vermutlich der Wimbledon-Finaleinzug bei den Juniorinnen: Wie kam es zu dieser Siegesserie und was blieb abseits des Courts in Erinnerung?

Schunk: Schwer zu sagen. Ich war da sehr entspannt. Ich wollte es mir einfach angucken. (...) Es war schon cool, die ganzen Profis trainieren zu sehen. Da konnte man auch sehen, wie ein Roger Federer sich einspielt oder wie Novak Djokovic sich warmmacht - und das ist schon interessant. Es ist eine Ehre, überhaupt im gleichen Umfeld und so nah an denen dran zu sein. Das war sehr cool.

Das denkt Schunk über Social Media

SPORT1: Heute spielt Social Media eine wichtige Rolle beim Aufbau der eigenen Marke, aber man muss auch viel aushalten - wie stehen Sie dem Thema Social Media gegenüber als Spielerin?

Schunk: Ich bin damit aufgewachsen, ich kenne es so. Als ich meine ersten Matches spielen konnte, bei denen man darauf wetten konnte, habe ich auch nicht so schöne Nachrichten bekommen. Das hat mich am Anfang schon ein bisschen getroffen. Mittlerweile kann man das ganz gut ignorieren aber und Social Media hat auch seine schönen Seiten. Die positiven Nachrichten überwiegen noch (lacht).

SPORT1: Deutschland hat mit Tschechien und der Schweiz die Hammergruppe beim Billie Jean King Cup erwischt, wenn man sich die Absagen bei anderen Nationen ansieht. Wie sehen Sie die deutschen Chancen?

Schunk: Klar ist es sehr schwer. Es ist eines der schwersten Lose. Aber Kerber und Petkovic sind gerade auf einem guten Level, gerade Kerber hat echt richtig gut gespielt wieder. Wenn es läuft - und man etwas Glück hat -, bin ich sicher, dass Deutschland da etwas reißen kann.

Das komplette Gespräch mit Nastasja Schunk und weiteren Analysen zu Indian Wells sowie einen US-Open-Rückblick gibt es ab sofort auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Google Podcast, Amazon Music, Deezer und Podigee.

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