Ehepaar testet die 3x3-Regel: "Wir waren nie glücklicher!"

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Einen Monat lang testete ein Ehepaar die sogenannte 3x3-Regel – und zeigt sich ganz erstaunt darüber, wie sehr sich das Familienleben dadurch verbessert hat.

Mit der 3x3-Regel hat es ein Ehepaar geschafft, ganz viel Groll und Wut loszulassen. (Symbolbild: Getty Images)
Mit der 3x3-Regel hat es ein Ehepaar geschafft, ganz viel Groll und Wut loszulassen. (Symbolbild: Getty Images)

Es ist kein Geheimnis, dass sich eine Beziehung sehr verändert, wenn aus einem (Ehe)Paar eine Familie wird: Sehr selten hat der Schlafentzug etwas mit trauter Zweisamkeit oder heißen Dessous zu tun und genauso, wie die "Prime Time" für das Paar dahinschmilzt, ist an die "Me Time" so gut wie gar nicht mehr zu denken. Diese Erfahrung machte auch ein anonymes Ehepaar, das gegenüber dem Elternmagazin Kidspot von einer Lösung berichtet, die genauso einfach wie genial ist. Nach einem langen hitzigen Streit (dessen Auslöser darin begründet war, dass er mittags ein außerplanmäßiges Nickerchen einlegte, obwohl er sich eigentlich um die Kinder hätte kümmern sollen) schlug der Mann vor, die 3x3-Regel auszuprobieren. Davon wurde ihm zuvor von einem befreundeten Pärchen erzählt, das sich Hilfe bei einem Eheberater gesucht hatte.

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Was es mit der 3x3-Regel auf sich hat

Jedes Elternteil hat jede Woche jeweils drei Stunden Zeit, über die es frei verfügen kann. Dabei können die Stunden auf einmal oder aufgeteilt in Anspruch genommen werden. Wichtig ist, dass diese Zeit ganz für sich alleine genutzt wird und jeder genau das tut, was er eben tun möchte. Neben den drei Stunden "Me Time" sollten zusätzliche drei Stunden als Pärchen-Prime-Time eingeplant werden. Und auch hier können die Stunden entweder am Stück (hallo, wilde Dating-Nacht!) oder gesplittet miteinander verbracht werden (im Lockdown wohl eher Letzteres, wenn die Kids im Bett sind).

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So hat die Regel das Leben des Paares verändert

"Seit ungefähr einem Monat haben wir die Regel nun fest in unser Familienleben integriert und ich bin begeistert, wie viel sich für uns bereits verändert hat", erzählt die Frau gegenüber Kidspot. Zwar seien ihr Mann und sie deshalb "nicht auf magische Art und Weise zu besseren Eltern geworden", aber: "Es ist etwas noch Tieferes passiert - all der Groll, der sich wie Krebs in eine Ehe frisst, ist wirklich verschwunden."

Allein zu wissen, dass sie ihre "Me Time" jederzeit nehmen könnte, habe sie zu einem ausgeglicheneren und toleranteren Menschen gemacht. "Habe ich mehr Verständnis dafür, dass mein Mann gerne wie ein Neugeborenes ein Mittagsschläfchen macht? Absolut!", sagte sie weiter. Und ergänzt: "Will ich trotzdem den Staubsauger auf volle Dröhnung schalten und gegen die Schlafzimmertür rammen? Auch! Aber hey – ich bin nur ein Mensch."

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