Ehemaliger Stoke- und West-Brom-Verteidiger Hoefkens fordert mehr Akzeptanz im Fußball

Homosexualität ist im Fußball noch immer ein Tabuthema. Hoefkens wünscht sich daher mehr Akzeptanz, damit sich Schwule nicht mehr verstecken müssen.

Carl Hoefkens, ehemaliger Verteidiger von Stoke und West Brom, hat durchblicken lassen, während seiner Karriere an der Seite von mehreren Fußballern gespielt zu haben, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekannt haben.

"Ich habe mit drei schwulen Fußballern zusammengespielt, darunter ein wirklich großer Name", sagte der Belgier De Zondag: "Einer war bei Brügge, die anderen beiden in England. Ich werde keine Namen nennen, weil ich ihren Wunsch respektiere."

Innerhalb des Vereins sei es diesbezüglich jedoch zu keinerlei Problemen gekommen: "Sie haben in der Umkleide nicht versteckt, wer sie sind", so Hoefkens weiter: "Einer von ihnen kam sogar mit seinem Freund zum Training. Sie baten uns, das für uns zu behalten, aber fragt mich nicht, warum."

Hoefkens fordert mehr Akzeptanz im Fußball

Der 39-Jährige, der vor fünf Jahren selbst für ein Schwulenmagazin posierte, fordert deshalb mehr Akzeptanz im Fußball, damit sich Spieler nicht mehr davor fürchten müssen, offen zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen.

"Ich finde es seltsam, dass Homosexualität noch immer ein Tabu im Fußball ist. Es ist eine Schande", findet Hoefkens. "Ich habe keine Sekunde gezögert, für das Magazin zu posieren. Das war während einer Zeit von erneuerter Gewalt gegen Schwule", so der Belgier.

Er wünscht sich daher, dass einflussreiche Spieler bald den ersten Schritt machen: "Meine Eltern haben mir immer gelehrt, dass alle Menschen gleich sind, einschließlich ihrer sexuellen Orientierung. Ich hoffe, dass große Spieler eines Tages aufstehen und verkünden 'Ich bin schwul – na und?'. Dann würde das Tabu endlich verschwinden. Wenn ich schwul wäre, würde ich das sicherlich tun", so Hoefkens abschließend.