Ehemalige Kirche : Diese Hamburger Moschee bewegte die Welt – und jetzt?

Eine Hamburger Kirche wird zur Moschee, weil die christliche Gemeinde zu klein geworden war – es ist bald zwei Jahre her, da sorgte diese Nachricht international für Aufsehen, lockte TV-Teams aus aller Welt nach Horn. Inzwischen ist es still geworden um die Al-Nour Moschee. Zeit für einen Ortsbesuch.

An der vierspurigen Sievekingsallee reckt er sich 44 Meter empor, der einstige Kirchturm der Kapernaumkirche, freistehend neben dem Hauptgebäude. Wer vorbeifährt, sieht eine moderne Kirche, wie es  sie in den 60er Jahren viele gab, nur, dass auf der Spitze kein Kreuz in der Sonne leuchtet, sondern der Schriftzug „Allah" auf arabisch. Dass in dem einstigen Glockenturm jetzt Fußwasch-Bäder im schicken marokkanischen Design untergebracht sind, das sieht man von außen nicht.

Hamburg: Kirche wird zur Moschee - so ist die Lage jetzt

Frage an eine Passantin auf dem Weg zum nahen Pennymarkt: „Wie läuft es denn so mit der Moschee und der Nachbarschaft?" Sie überlegt, sagt: „Och, ganz normal" und eilt weiter. Ganz normal, mehr kann man sich für das Zusammenleben von Christen, Muslimen und Atheisten nicht wünschen.

„Kann nichts schlechtes sagen", meint ein Anwohner, seine Frau nickt: „Sieht auch besser aus jetzt. Die Kirche war ja in einem sehr schlechten Zustand am Ende."

Kapernaumkirche in Hamburg-Horn wurde zur Moschee

Einer Nachbarin fällt dann aber doch etwas ein, was sie an der Moschee nebenan nervt: „Freitags, wenn alle zum Gebet kommen, dann ist hier alles zugeparkt, da findet man keinen freien Parkplatz weit und breit." Und an Ramadan, wenn die Muslime sich nach Sonnenuntergang vor der Moschee zum Fastenbrechen treffen, dann wird es manchmal etwas lauter. Und später. Dieses Jahr aber nicht, wegen Corona. Da wurden an der Moschee Cateringtüten zum Abholen bereitgestellt, auch für Nicht-Muslime.

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