Ehe für alle: Jeder Vierte in der Union stimmt voraussichtlich für Gleichstellung

Der Großteil der Unionsfraktion wird jedoch gegen die Ehe für alle stimmen.

Freitagmorgen, acht Uhr, ist eine wichtige Stunde für Jan-Marco Luczak. Dann wird der Bundestag aller Voraussicht nach das Thema Ehe für alle auf seine Tagesordnung nehmen. Gerade einmal 38 Minuten Debatte soll es geben. Der Berliner CDU-Abgeordnete wird als Redner für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle werben.

Zustimmung auch von der CDU/CSU

Dass die SPD mit der Opposition aus Grünen und Linken das Thema auf die Tagesordnung hievt, hat die Union in die Bredouille gebracht. Die meisten Abgeordneten von CDU und CSU sind dagegen, schwule und lesbische Paare durch die Öffnung der Ehe komplett gleichzustellen. Ein Teil der Unions-Parlamentarier ist aber dafür. „Mir persönlich ist es sehr wichtig, im Bundestag zu zeigen, dass es in der Union engagierte Stimmen für die Öffnung der Ehe gibt“, sagte Luczak dieser Zeitung. Die CDU sei eine Volkspartei, die die unterschiedlichen Meinungen in der Bevölkerung hierzu spiegle.

Die Unions-Fraktion ist von dem Thema kalt erwischt worden. Gerade Konservative sind wütend, dass Kanzlerin Angela Merkel am Montagabend öffentlich davon sprach, sie wünsche sich in der Frage ein Verfahren in Richtung Gewissensentscheidung – in der nächsten Legislaturperiode. Sehr zum Unmut der Union nutzte die SPD ihre Chance und drang auf eine schnelle Abstimmung. Die Union wurde vom Koalitionspartner ausmanövriert. Eine Demütigung.

Einige Konservative setzen auf Verfassungsklage

Merkel nannte das Vorgehen der SPD vor der Fraktion „überfallartig“, Fraktionschef Volker Kauder, strikt gegen die Ehe für alle, wütete, die SPD begehe...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung