Egyptair-Absturz: Paris widerspricht Kairo bei Unfallursache

Gut zwei Jahre nach dem Absturz eines Egyptair-Flugzeugs ins Mittelmeer gehen französische Experten nun von einem Feuer an Bord aus. Dieses habe sich im Cockpit schnell ausgebreitet und zum Verlust der Kontrolle über die Maschine geführt. Damit legt die französische BEA-Behörde ihren ägyptischen Kollegen nahe, die Theorie einer Sprengstoffursache zu verwerfen. Im Interesse der Flugsicherheit solle die Hypothese eines Brandes weiter untersucht werden, so die französische Pressemitteilung.

Absturz forderte 66 Tote

Das Flugzeug war auf dem Flug von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Bei dem Unglück waren alle Insassen gestorben, darunter auch 15 Franzosen.

Auswertungen von Flugschreiberdaten hatten ergeben, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Feuer ausgebreitet hatte.

Kein Abschlussbericht

Aufgrund von gefundenen Sprengstoffrückständen an menschlichen Überresten war die ägyptisch geleitete Untersuchungskommission von einem böswilligen Akt ausgegangen. Laut den Franzosen fehle aber ein diesbezüglicher Abschlussbericht.