Egbert Prior: Super-Aktie, aber …

Andreas Deutsch
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Egbert Prior: Hier könnte es spannend werden

„Immer wieder habe ich Ihnen das Medizintechnikunternehmen empfohlen“, sagt Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse. „In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs versiebenfacht!“ Aber ist der Titel jetzt noch ein Kauf? Lesen Sie Egbert Priors Kolumne.

Die Rede ist von Sartorius. Aktuell notieren die Vorzüge mit 85,51 Euro. Aktuell notieren die Vorzüge mit 85,51 Euro. Weitere Kurssteigerungen sind programmiert.

Sartorius setzt auf Zukunftsmärkte. Die Göttinger liefern Produkte, die im Labor und speziell in der Biotechnologie benötigt werden. Zur Angebotspalette zählen Laborwaagen, Zentrifugen, Inkubatoren, Bioreaktoren, Fermenter, Filter, Membranen, Schläuche, Pipetten etc.

Das Sortiment ist breit gestreut. Die wichtigsten Kunden kommen aus der Biotech-, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie sowie aus öffentlichen Forschungseinrichtungen und Laboren.

Die Bedeutung der Biotechnologie nimmt immer mehr zu, beispielsweise sind aktuell sieben der zehn umsatzstärksten Medikamente Biopharmazeutika. 2016 haben die Niedersachsen den Umsatz um gut 18 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um fast ein Viertel auf 325 Millionen zu. Die operative Gewinnmarge sagenhafte 25 Prozent!

Die mittelfristige Planung ist äußerst ehrgeizig. Bis 2020 sollen die Erlöse um mehr als 50 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro ansteigen und die Gewinnmarge weiter anziehen auf 26 bis 27 Prozent.

Das Traditionsunternehmen entwickelt sich immer dynamischer. 145 Jahre haben die Göttinger gebraucht, um 2015 die erste Umsatzmilliarde geschafft zu haben. Die zweite Milliarde soll innerhalb von nur fünf Jahren bis 2020 dazu kommen.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 7.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist mit rund 50 Produktions- und Vertriebsstandorten auf der ganzen Welt vertreten. Derzeit entsteht für rund eine halbe Milliarde Euro eine neue Firmenzentrale.

Der aktuelle Börsenwert – 5,7 Milliarden Euro – ist nicht von Pappe. Das KGV (2017) schätzungsweise 39. Das ist schon sehr sportlich.

Fazit: Erstklassiges Unternehmen, das auf einem der spannendsten Zukunftsmärkte unterwegs ist. Die Aktie steht allerdings schon sehr hoch im Kurs. Anleger sollten daher zum Einstieg eine deutliche Korrektur abwarten.