Egbert Prior: Diese Immobilien-Aktie ist wie entfesselt

DER AKTIONÄR
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Egbert Prior: Bei dieser Aktie können Sie früh dabei sein

„Wir legten Ihnen die Aktie zuletzt vor einem Jahr ans Herz“, sagt Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse. „Seither ist der Kurs um 168 Prozent auf 15,50 Euro explodiert.“ Doch das sei noch nicht das Ende der Fahnenstange. Lesen Sie Priors Kommentar.

Über die Hintergründe und die weiteren Perspektiven sprechen wir mit CEO Michael Müller. Der Gründer verweist auf das starke Wachstum der Immobilienfirma. Allein die Projektpipeline habe sich seit 2015 auf 550 Millionen verdoppelt.

Dabei nimmt der Hauptaktionär (gut 50 Prozent) immer größere Vorhaben in Angriff. Zuletzt sicherte sich Müller in der Nähe des neuen Berliner Flughafens ein gemischtes Wohn- und Gewerbeprojekt im Volumen von 170 Millionen Euro.

Schon letztes Jahr angelte sich Eyemaxx ein Vorhaben in der gleichen Größenordnung: Für ebenfalls 170 Millionen sollen in Mannheim Wohnimmobilien, Gewerbeeinheiten und zwei Hotels entstehen. Müller stellt weiteres Wachstum in Aussicht. Projekte seien in der Prüfung, möglicherweise könnten im laufenden Jahr noch zwei bis drei Deals zustande kommen.

Um die Finanzierung macht sich Müller keine Sorgen. In den letzten Monaten hatte Eyemaxx zwei Wandelanleihen im Volumen von rund 25 Millionen platziert. Wegen der niedrigen Wandlungskurse (9,80 Euro und 11,89 Euro) rechnet Müller aus heutiger Sicht mit einem Umtausch in Eigenkapital. Dadurch würde sein Aktienanteil auf bis zu 33 Prozent verwässert.

Die Stärkung der Kapitalbasis käme einer „Entfesselung“ gleich, meint Müller. Zur Zeit ist Eyemaxx hauptsächlich finanziert durch „Mittelstandsbonds“ im Volumen von gut 60 Millionen. Müller möchte bei Auslaufen der Anleihen auf Schuldscheindarlehen umstellen und so die Finanzierungskosten – derzeit liegen die Kupons zwischen 7 und 8 Prozent – in etwa halbieren.

Eyemaxx verlässt sich nicht ausschließlich auf das schwankungsanfällige Projektgeschäft, sondern betätigt sich auch als Bestandshalter für Gewerbeimmobilien, was derzeit jährliche Mieteinnahmen in Höhe von 3,9 Millionen abwirft. Trotz der sehr guten Performance der Aktie ist die Marktkapitalisierung mit aktuell circa 67 Millionen überschaubar. Vor allem im Vergleich zur Größe der Projektpipeline.

Für das laufende Geschäftsjahr (per 31.10.) rechnet eine aktuelle Analystenstudie mit einem Anstieg des Nettogewinns auf knapp 8 Millionen, nachdem im Turnus zuvor 5,85 Millionen verdient worden waren. Das KGV ganze 8.

Fazit: Rappelvolle Projektpipeline verspricht weiteres Wachstum. Kursziel 21 Euro.