Echter Prosecco - so beliebt, dass er gefälscht wird

Prosecco - handgerüttelt wie Champagner. Auch wenn der italienische Schaumwein trotz exzellenter Qualität mit dem französischen Produkt nicht konkurrieren kann, hat er trotzdem seine Liebhaber: der Markt boomt, unter anderem in den USA, in Großbritannien und im deutschsprachigen Raum. Über 400 Millionen Flaschen werden auf 20.000 Hektar produziert, der Absatz stieg allein 2016 um ein Viertel, 2017 immerhin noch um 14 Prozent. In der Region herrscht Sorge, dass man die Nachfrage wegen der begrenzten Anbaufläche bald nicht mehr bedienen kann.

In diese Lücke stoßen Fälscher: Seit 2010 gilt Prosecco als geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine aus den italienischen Provinzen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti klagt, dass Prosecco der meistgefälschte italienische Wein sei. Das Geschäft floriert mit fantasievollen Namen wie „Semisecco“, „Consecco“ und „Whitesecco“. 

Durch den Onlinehandel sei die Gefahr der Verbreitung von gefälschten Produkten noch größer: so hat Italien zum Beispiel den Verkauf von 30 Millionen Dosen gefälschtem Prosecco gestoppt; sie sollten auf der chinesischen Online-Plattform Alibaba verkauft werden.