Ecclestone glaubt an Verschwörung bei Mercedes und Ferrari?

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat ein gutes Verhältnis mit Sebastian Vettel

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist bekannt für seine provokanten Aussagen.

Auch wenn er in der Formel 1 das Kommando an den US-Konzern Liberty Media abgeben musste, hat der 86-Jährige weiterhin Insider-Kenntnisse wie nur wenige Leute.

Ob seine jüngste Verschwörungtheorie darauf beruht oder er nur für Aussehen sorgen will, ist aber ungewiss – Ecclestone behauptet jedenfalls, dass Mercedes beim Bau des Motors für die Saison 2017 dem Rivalen Ferrari geholfen hat.

"Da hat sicherlich in einem gewissen Moment jemand bei einem Motor nachgeholfen", deutete Ecclestone in der Zeit an.

Mercedes braucht "glaubwürdigen Rivalen"

Laut Ecclestone brauchte Mercedes nach drei Jahren Dominanz mit zwei WM-Titeln für Lewis Hamilton (2014, 2015) und einem WM-Titel für Nico Rosberg (2016) endlich einen "glaubwürdigen Rivalen" – und dieser sollte nicht Red Bull, sondern Ferrari heißen.

"Auch für Mercedes gilt diese Überlegung: Eine gegen Sauber gewonnene Weltmeisterschaft ist eine Sache, eine gegen Ferrari errungene eine ganz andere. Wenn Mercedes sich entschlossen haben sollte, Maranello Technologie zu übermitteln, dann sage ich, es war eine gute Entscheidung", sagte Ecclestone.


Diese womögliche Hilfeleistung für Ferrari wäre Ecclestone zufolge nicht zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte und sehr wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal passiert.

"Ferrari zu unterstützen, war immer das Klügste, was man tun konnte, und es ist immer, immer, immer den technischen Regeln entsprechend geschehen. Die Teams sind wichtig für die Formel 1, aber Ferrari ist noch wichtiger. Deshalb ist im Verlauf der Jahre vieles getan worden, um Maranello zum Sieg zu verhelfen."

Ecclestone teilt gegen neue Besitzer aus

Einen Seitenhieb gegen die neuen Besitzer konnte sich Ecclestone nach der großen Show rund um das Rennen in Austin nicht verkneifen.

"Das war vielleicht für die Amerikaner fantastisch, aber nicht für die Formel 1. Ich habe ein Vier-Sterne-Restaurant kreiert und sie haben es in McDonald's verwandelt", sagte Eccelstone.


Beim Großen Preis der USA trat unter anderem Ringsprecher Michael Buffer als Ansager auf und Usain Bolt posierte mit seiner berühmten Geste unmittelbar vor der Einführungsrunde auf der Start-Ziel-Geraden vor den wartenden Autos.

Ecclestone schießt gegen "pinke Piloten"

Aber nicht nur die neuen Besitzer, sondern auch die Teamoutfits einiger Fahrer sind Ecclestone ein Dorn im Auge: "Irgendwann habe ich gesehen, wie zwei Sauber-Piloten heraussprangen, beide ganz in Rosa. Und ich dachte: endlich mal ein nettes Paar schwule Piloten in der Formel 1." 

Sehr wahrscheinlich handelte es sich bei den beiden Fahrern nicht um Sauber, sondern die Force-India-Piloten Esteban Ocon und Serio Perez, deren Helme und Rennanzüge pink sind.

Ecclestone hätte ein solches Auftreten während seiner mehr als drei Jahrzehnte langen Amtszeit nicht geduldet. "Ich war empört! So etwas ziehen die Fahrer nicht an! Wenn ich noch irgendetwas damit zu tun gehabt hätte, ich hätte sie zurückgeschickt, damit sie sich wieder umziehen", schimpfe Ecclestone.