Eberl über Neymar-Deal: "Ad absurdum geführt"

Max Eberl sieht den Neymar-Deal sehr kritisch

Max Eberl hat angesichts des 222-Millionen-Euro-Transfers von Fußball-Superstar Neymar zu Paris St. Germain die Wirksamkeit des Financial Fairplay (FFP) in Frage gestellt.

"Ich bin sehr gespannt, wie sich die UEFA die Ein- und Ausgabenpolitik von PSG erklären lässt", sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladach der Welt und betonte: "Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Financial Fairplay ad absurdum geführt wird."

Es drohen Strafen

PSG hatte am Donnerstagabend den Star des FC Barcelona für die Rekordsumme unter Vertrag genommen. Die Regeln des Financial Fairplay sehen vor, dass ein Verein einen maximalen Verlust von 30 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren verzeichnen darf. Bei einem Verstoß drohen Strafen.

"Es kann nicht sein, dass nur kleine, nicht so prominente Klubs, genau unter die Lupe genommen und sanktioniert werden", sagte Eberl.

Auch die generelle Entwicklung der Transfersummen gerade im Sommer 2017 bereitet Eberl zunehmend Sorgen.

"Transfermarkt verrückt geworden"

Der Neymar-Transfer habe "den Eindruck verstärkt, den die ganze aktuelle Transferperiode bei mir hinterlässt. Da sind Dimensionen erreicht, die nicht mehr nachvollziehbar sind und die ich für gefährlich halte", sagte der 43-Jährige und konstatierte: "Der Transfermarkt ist verrückt geworden."

Rechnen könne sich der Neymar-Transfer für Paris aus wirtschaftlicher Sicht jedenfalls kaum, glaubt Eberl.

"Wenn er garantieren würde, dass PSG die Champions League gewinnt, dann vielleicht. Aber das bezweifel ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solch ein Betrag refinanzierbar ist", sagte er.