Eberl über Ginter: „Hätte mich nicht geschämt, aber ...“

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Eberl über Ginter: „Hätte mich nicht geschämt, aber ...“
Eberl über Ginter: „Hätte mich nicht geschämt, aber ...“

Max Eberl suchte einen Moment nach der richtigen Formulierung.

„Ich hätte mich, naja, nicht geschämt oder geniert“, sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1, „aber wir konnten Matthias Ginter als deutschem Nationalspieler tatsächlich kein adäquates Angebot unterbreiten.“

Der Vertrag Ginters, der seit 2017 am Niederrhein spielt und eine Säule der Mannschaft, läuft im kommenden Sommer aus. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Wir hatten zu dem Zeitpunkt einfach nicht die finanziellen Mittel“, räumte Eberl ein. „Jetzt läuft die Saison, es kommen wieder Zuschauer, und es ist eine andere Kalkulation, auch wenn man Spitz auf Knopf rechnen muss. Jetzt werden wir versuchen, das Geld wieder sinnvoll und passend für die Spieler einzusetzen.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Das gelte auch für Denis Zakaria. Der Kontrakt des Schweizers reicht ebenfalls nur noch bis zum kommenden Sommer. Unter anderem der FC Bayern war mit dem Mittelfeldantreiber in Verbindung gebracht worden.

Eberl: Zakaria wäre gerne gewechselt

„Zakaria hätte gern einen Vereinswechsel gemacht, das hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt“, blickte Eberl auf das jüngste Transferfenster zurück. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Obwohl Zakaria wie auch Ginter die Borussia nach der Saison ablösefrei verlassen können, hat Eberl einen Verbleib der beiden Leistungsträger noch nicht abgehakt. „Wir versuchen natürlich, mit Zakaria zu verlängern“, sagte der 48-Jährige. „Für uns ist es elementar wichtig, mit solchen Spielern weiterzumachen. Ich fühle mich nicht chancenlos. Es ist viel Arbeit, aber der stelle ich mich.“

Eberl sähe ein mögliches Scheitern seiner Bemühungen aber gelassen: „Dann werden wir auch wieder eine neue Mannschaft aufbauen. Das mussten wir in den vergangenen Jahren immer wieder. Dann müssen wir schlau sein und neue Leute finden wie bei Luca Netz oder Joe Scally. Da habe ich aber keine Sorge.“

Die Borussia punkte bei den Spielern eben nicht allein über das Pekuniäre: „Das Geld allein ist nicht das ausschlaggebende Argument. Wir werden niemanden mit Geld nach Gladbach locken oder halten können – aber wir können mit der Historie der vergangenen zehn Jahre argumentieren.“

Die Kombination mache es: „Guter Vertrag, stabiler Verein, Vertrauen, gutes Umfeld und eben die sportliche Perspektive.“

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