"Earth Hour" könnte tausende Tonnen CO2 einsparen

Wenn alle deutschen Privathaushalte am Samstag zur "Earth Hour" für eine Stunde ihre elektronischen Geräte abschalten, würde das nach Berechnungen des Energieversorgers Eon 18 Millionen Kilowattstunden Strom oder 10.600 Tonnen Kohlendioxid einsparen

Wenn alle deutschen Privathaushalte am Samstag zur "Earth Hour" für eine Stunde ihre elektronischen Geräte abschalten, würde das nach Berechnungen des Energieversorgers Eon 18 Millionen Kilowattstunden Strom oder 10.600 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Das entspräche dem Jahresstromverbrauch von 14 Krankenhäusern, teilte der Konzern am Freitag mit. Alternativ könnten 72 Millionen Menschen ein Mittagessen kochen oder eine LED-Lampe 340.000 Jahre lang leuchten.

Die Umweltorganisation WWF initiiert alljährlich die "Earth Hour", um auf unnötigen Energieverbrauch hinzuweisen. Hunderte Städte, Gemeinden und Firmen schalten ab 20.30 Uhr etwa die Beleuchtung von Logos und Sehenswürdigkeiten ab. In Deutschland bleiben unter anderem das Brandenburger Tor, die Frankfurter Skyline, die Münchner Frauenkirche und der Kölner Dom eine Stunde lang dunkel.

Am meisten Einsparpotenzial haben Eon zufolge die bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Würden alle Privathaushalte dort ihre Stromfresser ausmachen, wäre bereits die Hälfte des Einsparpotenzials ausgenutzt.

Nur wenig Einsparung bringt laut Eon hingegen die Zeitumstellung am Sonntag. Zwar werde am Abend weniger Strom für Licht gebraucht - das werde aber durch verstärkte Nutzung von elektrischen Freizeitgeräten wieder ausgeglichen.