Eagles of Death Metal: Jesse Hughes kriecht zu Kreuze

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Offenbar weiß nicht einmal Jesse Hughes selbst, was ihn zu der kontroversen Kritik an der "March For Our Lives"-Bewegung veranlasst hat. Umso reumütiger zeigt sich der Sänger der Eagles of Death Metal nun in einem Video.

Jesse Hughes (45), der als Frontmann der Band Eagles of Death Metal 2015 selbst Opfer eines Anschlags geworden ist, bittet via Instagram nach seiner Kritik an der "March For Our Lives"-Bewegung um Entschuldigung. "Ich habe neulich auf meinem Instagram-Account einige Dinge veröffentlicht, die nicht korrekt wiederspiegeln, wie ich über eine Vielzahl von Themen denke", so Hughes in einer Video-Botschaft.

Was als kritisches Statement gedacht war, um zu mahnen, dass niemand den "March For Our Lives" für politische Zwecke missbrauchen dürfe, "kam wie ein gehässiger, persönlicher Angriff auf die Jugendlichen" rüber, die hinter der bedeutsamen Aktion stecken, so Hughes. "Es tut mir wirklich leid."

Auch auf den Terror-Anschlag in Paris aus dem Jahr 2015 nimmt er in dem Video Bezug, bei dem während eines Konzerts der Eagles of Death Metal in dem Bataclan-Theater 90 Menschen ermordet wurden. "Als jemand, der gesehen hat, wie ihre Freunde vor ihren Augen erschossen und Menschen getötet wurden, die sie lieben, hätte ich das Ganze wesentlich erwachsener und vorbildlicher handhaben müssen. Das habe ich nicht getan, ich habe es total verbockt." Nun hoffe er innständig um Vergebung.

Mit diesen Worten sorgte er für Entsetzen

In mehreren - inzwischen gelöschten - Instagram-Posts kritisierte er die "March For Our Lives"-Kundgebung und verhöhnte eine der Überlebenden des Amoklaufs an der Parkland High School in Florida. "Natürlich. Das Beste, was man tun kann, um chronischen Missbrauch von Gesetzen (wie das Gesetz gegen Mord) oder Gesetzesbrecher zu bekämpfen, ist ein anderes Gesetz zu verabschieden", begann der Musiker damals seinen Post.

Und weiter: "Aber bevor wir es verabschieden, schlachten wir den Tod von 16 Klassenkameraden für ein paar Facebook-Likes und ein wenig Medieninteresse aus und verunglimpfen so ihr Andenken", schoss der Musiker gegen die "March for Our Lives"-Kundgebung, bei der sich am Samstag (24. März) allein in Washington D.C. rund 800.000 Menschen versammelt hatten, um gegen die Waffengewalt in den USA zu demonstrieren. Die ganze Bewegung sei "erbärmlich" und "ekelhaft", sagte der Musiker und sorgte so für eine Welle der Entrüstung.

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