E-Zigarette in Hühnchen-Verpackung gefunden – Supermarkt zeigt sich uneinsichtig

Eine britische Familie rätselt, wie eine E-Zigarette in eine Fleischverpackung kam. (Symbolbild: ddp images/Chicago Tribune/MCT)

Einen etwas unappetitlichen Fund machte eine Familie im britischen Hampshire: Zwischen paniertem Hühnchen aus dem Supermarkt fanden sie eine E-Zigarette in der Verpackung – allem Anschein nach auch noch gebraucht.

„Wir wussten zuerst nicht, was das war, weil wir nicht rauchen und auch nie eine [E-Zigarette] genutzt hatten“, erzählte die Familie „BBC News“. Die Eltern bereiteten laut eigenen Angaben gerade das Mittagessen für ihre Kinder zu, als sie die gebrauchte E-Zigarette in zwei Teilen in der Schachtel fanden.

Die Schachtel mit Hühnerfleisch hatte die Familie bei der Handelskette Tesco gekauft. „Wir bereiten unsere Produkte mit großer Sorgfalt zu und haben strenge Qualitätsprozesse während der Zubereitung und Verpackung, also waren wir sehr überrascht, von diesem ungewöhnlichen Vorfall zu hören“, antwortete die Handelskette der Familie in einem Brief. „Wir können keine Verantwortung übernehmen für die E-Zigarette, die sie im Hühnchen gefunden haben.“


Nach einer genauen Untersuchung mit dem Zulieferer habe man beschlossen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die E-Zigarette tatsächlich in der Originalverpackung zu finden war, heißt es in dem Schreiben. Als „Geste des guten Willens“ bekam die Familie einen Einkaufsgutschein im Wert von 60 britischen Pfund (rund 68 Euro). Auch das lokale Geschäft, in dem die Familie das Produkt gekauft hatte, vertröstete sie mit einem Einkaufsgutschein im Wert von zehn Pfund. Danach beschwerte sich die Familie über eine Telefonhotline und bekam mehrere Schreiben.

Die sind mit der Reaktion nicht zufrieden: „Wir und jeder andere waren schockiert davon“, so die Familie zu „BBC News“. „Wir haben einen Monat lang nichts gesagt, aber jetzt sind wir unglücklich mit dem Ergebnis und glauben, dass etwas in der Fabrik bei dem Verpackungsprozess übersehen wurde, da die Box versiegelt war, als wir sie kauften.“

Die Familie möchte den Fall weiter untersuchen lassen und will sich demnächst mit einem Umweltbeauftragten treffen. „Viele Leute, mit denen wir gesprochen haben, vermuten, dass vielleicht eine verärgerte Arbeitskraft [die E-Zigarette] hineingesteckt hat, weil es nicht die Art von Objekt ist, die versehentlich in eine Box fliegt.“

Tesco übt sich indes in freundlichem Optimismus: „Wir hoffen, dass Sie das dennoch nicht davon abhält, auch weiterhin bei uns einzukaufen“, heißt es in dem Schreiben an die Familie.