E.on: Trennung von Uniper perfekt – dafür bleibt Teyssen an Bord

Maximilian Völkl
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E.on, RWE und Co: Analysten machen Druck – und jetzt?

Es war ein aufregender Wochenstart für E.on. Der Versorger hat endgültig beschlossen, sich vom klassischen Kraftwerksgeschäft zu trennen. Zudem wurde der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen verlängert. Die Reaktion an der Börse fällt allerdings verhalten aus, die Aktie konsolidiert weiter knapp über der 9,00-Euro-Marke.

Für rund 3,8 Milliarden Euro hat E.on die 47-Prozent-Beteiligung an der Tochter Uniper an den finnischen Versorger Fortum abgegeben. „Mit dieser Transaktion können wir unseren Anteil an Uniper als Ganzes und zu einem für E.on attraktiven Preis verkaufen“, so CEO Teyssen laut Mitteilung. Eon werde sich jetzt ganz auf die Kunden „in der neuen Energiewelt“ konzentrieren. „Die Weichen für profitables Wachstum sind gestellt“, betonte Teyssen.

Nach der Trennung von Uniper hat E.on zudem den Vertrag mit Teyssen verlängert. Der ursprünglich bis Ende 2018 laufende Kontrakt wurde nun bis Ende 2021 ausgedehnt. Damit wurde ein Aufsichtsratsbeschluss aus dem September umgesetzt. „Johannes Teyssen hat aus den grundlegenden Veränderungen der Energiewelt die richtigen Folgerungen für E.on gezogen“, erklärte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley.

An Bord bleiben

E.on stellt die Weichen für die neue Energiewelt. Mit dem Uniper-Verkauf kommt Geld in die Kasse. Neue Investitionen in zukunftsträchtige Segmente wie Smart Home, Elektromobilität oder den Erneuerbaren Energien sollten nun möglich sein. Teyssen muss jetzt zeigen, dass er das Vertrauen rechtfertigen kann. Anleger bleiben an Bord und setzen darauf, dass die Aktie die Konsolidierung bald abschließt und wieder in Richtung der 10-Euro-Marke klettert.