E.on und RWE: Blutbad, aber…

Maximilian Völkl
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E.on: So kann es nicht weitergehen

Der Einbruch an den Aktienmärkten hat alle Branchen und Assetklassen erfasst. Die Versorger haben sich im Vergleich zu anderen Werten verhältnismäßig stabil gezeigt. Defensive Titel sind im trüben Börsenumfeld wieder gefragt. Bei E.on gibt es zudem Neuigkeiten aus der Türkei.

Gemeinsam mit dem türkischen Partner Sabanci hat E.on am Montag angekündigt, zu gleichen Teilen ein Paket von insgesamt 20 Prozent der Aktien des Versorgers Enerjisa Enerji an die Börse zu bringen. Der DAX-Konzern kann dabei auf Einnahmen von rund 150 Millionen Euro hoffen, der gesamte Börsengang wird mit etwa 1,58 Milliarden Euro bewertet. Am 8. Februar soll der Handel an der Börse bereits aufgenommen werden.

Sowohl E.on als auch RWE zeigen sich im schwachen Gesamtmarkt auch am Dinestag relativ stabil. Der Vorteil: Versorger sind weniger konjunkturabhängig als Konzerne aus zyklischen Branchen, wie die Autobauer. Sie verfügen damit über stabilere Erträge und gelten zudem als sichere Dividendenzahler. In Phasen heftiger Marktturbulenzen schichten Investoren deshalb häufig in solche Sektoren um.

Halteposition

Die heftige Korrektur an den Aktienmärkten war überfällig. Es ist zwar kaum vorherzusagen, ob diese bereits ausgestanden ist. Neueinsteiger sollten deshalb vorerst abwarten. Durch die relative Stärke hat sich die E.on-Aktie allerdings nach wie vor über dem Stoppkurs von 7,80 Euro gehalten. Investierte Anleger sollten hier dabeibleiben und darauf setzen, dass die Trendwende an den Märkten gelingt.