E.on: Klare Worte – wann gelingt die Trendwende?

Maximilian Völkl
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Die E.on-Aktie steht weiter unter Druck. Inzwischen ist der DAX-Titel unter die wichtige 200-Tage-Linie gefallen. Für die Zukunft ist der Versorger aber gut positioniert. Konzernchef Johannes Teyssen bleibt zudem überzeugt von der Energiewende, er unterstützt die Forderungen nach einer sektorübergreifenden CO2-Abgabe.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron fordert eine solche Emissionsabgabe. „Ich schlage eine Emissionsabgabe über alle Sektoren vor“, sagte nun auch Teyssen in der Welt. „Frankreichs Präsident Macron will das auch. Ich hielte das für einen klugen Einstieg, um hier ein positives Signal zu geben für eine Zusammenarbeit.“ Er wies zudem Befürchtungen zurück, dass die deutsche Industrie darunter stärker leiden würde als die französische. „Wir haben mit den erneuerbaren Energien in diese Zukunft investiert. Davon werden wir dann auch profitieren.“

Obwohl E.on sich mit dem Verkauf der Uniper-Beteiligung von den konventionellen Kraftwerken getrennt hat, spricht sich Teyssen allerdings gegen einen überstürzten Kohleausstieg aus. „Wir sollten nur jetzt nicht wieder mit Symbolpolitik reagieren und so schnell wie möglich alle Kohlekraftwerke stilllegen“ sagte er: „Wir brauchen einen nachhaltigen, einen festen CO2-Preis. Und der muss über alle Sektoren gehen.“ Damit würde sich vieles von selbst erledigen, auch das Thema Kohle. „Es erledigt sich dann aber systemisch und nicht als politische Opfergabe und Ablasshandel.“

Neueinsteiger warten ab

Die Energiewende wird weiter vorangetrieben. E.on befindet sich hier auf dem richtigen Weg. Seit der Gewinnwarnung von Innogy im Dezember fehlen der Aktie aber kurzfristig die Impulse. Durch den Bruch der 200-Tage-Linie hat sich das Chartbild zudem weiter eingetrübt. Neueinsteiger sollten aktuell an der Seitenlinie bleiben. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stoppkurs bei 7,80 Euro.