E.on, Innogy und Co: Das ist die Zukunft

Maximilian Völkl
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E.on, Innogy und Co: Das ist die Zukunft

Die neue Energiewelt stellt die Versorger vor Herausforderungen. Alleine durch die Elektromobilität ist ein Anstieg des Stromverbrauchs um rund 15 Prozent zu erwarten, wenn deutsche Autofahrer komplett auf Stromer umstellen würden. Damit das Stromnetz deshalb nicht zusammenbricht, muss einiges passieren.

In den Fokus rückt vor allem das „Smart Home“. Intelligente Stromzähler sollen anzeigen, wann die Haushalte wie viel Strom verbrauchen. Der Vorteil: Wenn die Versorger wissen, können sie den Strom passend verteilen. Zusätzlich kann den Kunden genau aufgezeigt werden, wann ein Angebotsüberschuss besteht – und damit, wann es sinnvoll wäre, beispielsweise sein Elektroauto zu laden. Bei der aktuellen Menge an Stromern ist dies noch Zukunftsmusik. Bei den Wachstumsprognosen für die E-Mobilität kann durch intelligente Lösungen künftig allerdings viel Geld eingespart werden.

Maßnahmen laufen

Die Konzerne richten sich bereits auf dieses Szenario ein. Innogy hat zum Start der IFA nun angekündigt, sein Smart-Home-Zubehör günstiger zu machen. Um den Einstieg ins Smart-Home zu erleichtern, werden die Zentrale des Systems, aber auch Thermostate oder die Fernbedienung, künftig deutlich billiger angeboten – teilweise liegen die Preise nun knapp 50 Prozent niedriger.

Doch auch der Rivale E.on zieht nach. Künftig werden Photovoltaik-Anlagen über ein intelligentes Messsystem, die sogenannten Smart Meter, betrieben. Durch die variable Regelung der Anlage kann eine zusätzlich installierte Steuerbox Netzengpässen vorbeugen. Auch Daten über den Zustand der Solaranlage sowie weitere Messwerte können übermittelt werden. Der Vorteil: Die Erzeugung und der Verbrauch der erneuerbaren Energien können durch die Smart Meter optimiert werden.

Starke Entwicklung

Die Energiebranche ist wieder gefragt. Durch das Smart Home ergibt sich für E.on und Innogy auf lange Sicht viel Potenzial. Mit der E-Mobilität könnte eine neue Ära für die Versorger anbrechen. Innogy ist dabei die konservativere Wahl und mit der attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent eine Art Festgeldersatz. Der Favorit des AKTIONÄR bleibt aber E.on. Das starke Chartbild und die Befreiung von den Altlasten treiben weiter an. Das Hebel-Depot spekuliert nach wie vor mit Hebel auf steigende Kurse und liegt mit der Position bereits 90 Prozent im Plus.