E-Bikes: In Städten findet eine Verkehrsrevolution statt, ohne dass wir es merken

Uschi Jonas
Fahrräder mit elektrischem Motor erobern Deutschlands Städte.

Diesel-Skandal, überschrittene Stickstoffoxid-Grenzwerte, tote Fußgänger: Die Verkehrsrevolution, von der immer alle reden, scheint angesichts täglicher Negativmeldungen in weiter Ferne.

Politiker und Wissenschaftler trommeln schon seit Jahren für weniger Benzin- und Dieselautos und mehr Fahrräder, bessere Fahrradwege und E-Autos.

Auf den ersten Blick aber hat sich auf Deutschlands Straßen nicht viel geändert. 

Durch die Straßen rollen immer noch Verbrenner-Lawinen. 70 Städte überschreiten die Stickstoffoxid-Grenzwerte. Und die Hälfte der deutschen Bevölkerung fühlt sich laut Umweltbundesamt vom Straßenlärm gestört und belästigt.

► Wer aber genauer hinschaut, merkt: Es gibt sie, die Revolution. Sie findet bereits statt - ohne, dass wir davon viel mitbekommen.

Sie zeigt sich vor allem an zwei Verkehrsmitteln, die in der Debatte eine bislang untergeordnete Rolle spielten: den E-Bikes und E-Rollern.

► Die Verkaufszahlen der Zweiradstromer sind in den vergangen Jahren kontinuierlich gestiegen.

► Außerdem haben die E-Roller und Bikes Vorteile, die keine anderen Verkehrsmittel, haben, auch Fahrräder und E-Autos nicht.

“Das Problem unserer Städte lässt sich nicht mit E-Autos lösen”

“Deckel auf, Motor raus, Elektromotor rein – und kein Problem ist gelöst”, sagt Heinrich Strößenreuther im Gespräch mit der HuffPost über E-Autos. Strößenreuther hat im Juni 2016 in Berlin Deutschlands ersten Volksentscheid für ein Fahrradgesetz initiiert, kein Wunder also, dass er fürs Fahrrad plädiert.

Er sagt sogar: “Das Verkehrsproblem unserer Städte lässt sich nicht mit Elektro-Autos lösen.”

Staus und Platzprobleme werden durch E-Autos nicht geringer. Auch, dass sie leise sind, sei ein Trugschluss, sagt Strößenreuther. “Bei Geschwindigkeiten von über 30 Kilometern pro Stunde verursachen die Reifen mehr Lärm als jeder Motor.”

E-Bikes für weniger Lärm und mehr Piazza-Feeling

Viel besser: ein...

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