DZ-Bank-Mitarbeiter stimmen für Home-Office-Erhalt nach Corona

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Nachdem bei der DZ Bank wegen der Coronakrise bis zu 90% der Mitarbeiter im Home Office waren, wollen viele, dass diese Möglichkeit zum mobilen Arbeiten erhalten bleibt. Das zeigt eine interne Umfrage der Bank. Einer der Gründe ist demnach auch die bessere Vereinbarkeit von Job und Familie.

Der Aussage “Ich kann mir vorstellen, auch in Zukunft einen Teil meiner Arbeit außerhalb der Bank - unterwegs oder zu Hause - zu erbringen” erteilten 91% der Befragten eine hohe Zustimmungsnote. Der Anteil der Kollegen mit einer niedrigen Zustimmung lag bei nur 3%. An der Umfrage beteiligten sich über 3.000 Mitarbeiter.

Angesichts der Coronakrise hatten viele deutsche Banken - darunter auch Deutsche Bank AG und NordLB - Anfang des Jahres ihre Home-Office-Quoten hochgefahren, von teils nur 10% auf bis zu 90%. Im Sommer begannen viele Institute zwar damit, wieder mehr Mitarbeiter in die Büros zurückzuholen. Inzwischen jedoch verschärfen sich die Covid-Infektionszahlen in Deutschland wieder.

Das Arbeiten von daheim bietet einer von der Mitarbeiterbefragung unabhängigen DZ-Bank-Studie zufolge viele Vorteile, etwa die Entlastung von Straßen und Schienen in den Ballungsräumen. Zudem könne die Zeit für das Pendeln zum Arbeitsplatz besser genutzt werden. Die angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten würden ebenfalls profitieren. Und auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ließe sich verbessern.

Letzteres sehen offenbar auch die eigenen Mitarbeiter so. Rund zwei Drittel der DZ-Bank-Kollegen erteilten in der Befragung der Aussage “Arbeit und Privatleben lassen sich durch mobiles Arbeiten besser ausbalancieren” die höchst-mögliche Zustimmungsnote.

Abstriche bei der Arbeit erwarten sie indes kaum - angesichts einer ähnlich hohen Zustimmungsquote bei der Aussage “Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräften ist beim mobilen Arbeiten grundsätzlich gut möglich”.

(Ergänzt Befragung zur Zusammenarbeit im letzten Absatz)

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